Claudia Neumann

Wenn der Roboter bei der Knie-OP assistiert

Trier. Brüderkrankenhaus setzt auf hochpräzise Technik bei künstlichen Kniegelenken

Seit wenigen Wochen kommt in der Orthopädie des Brüderkrankenhauses beim Einsatz künstlicher Kniegelenke das Robotiksystem „ROSA“ zum Einsatz. Chefarzt Professor Dr. med. Martin Ellenrieder zeigt sich mit den bisherigen Erfahrungen vollauf zufrieden.

Seit wenigen Wochen kommt in der Orthopädie des Brüderkrankenhauses beim Einsatz künstlicher Kniegelenke das Robotiksystem „ROSA“ zum Einsatz. Chefarzt Professor Dr. med. Martin Ellenrieder zeigt sich mit den bisherigen Erfahrungen vollauf zufrieden.

Bild: Brüderkrankenhaus Trier

Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier unterstützt seit wenigen Wochen ein Robotiksystem die Implantation künstlicher Kniegelenke. Das System „ROSA“ soll die Operateure bei der möglichst präzisen Positionierung der Prothese, der Einstellung der Bandspannung und der Korrektur der Beinachse unterstützen. Chefarzt Professor Dr. med. Martin Ellenrieder spricht von einem wichtigen Schritt für die Patientenversorgung in der Region. Die ersten Eingriffe seien erfolgreich und komplikationslos verlaufen.

Die Orthopädie des Brüderkrankenhauses ist seit vielen Jahren auf die Versorgung mit Endoprothesen an Knie und Hüfte spezialisiert. Mit mehr als 600 Implantationen sowie Wechsel- und Revisionsoperationen pro Jahr zählt sie zu den größten endoprothetischen Versorgern in Rheinland-Pfalz. Das Haus ist zudem als Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung zertifiziert.

Roboter assistiert bei Planung und Präzision

„ROSA“ steht für „Robotic Surgical Assistant“. Vor dem Eingriff werden mithilfe eines Videosystems anatomische und Bewegungsdaten des Beins erfasst. Auf dieser Grundlage plant der Chirurg die Position der Prothese während der Operation. Das System kontrolliert die einzelnen Operationsschritte anschließend in Echtzeit. Ein Roboterarm positioniert Führungshilfen für die notwendigen Knochen­schnitte und Bohrungen entsprechend der digitalen Planung.

Die eigentliche Operation bleibt Aufgabe des Chirurgen. Das Eröffnen und Verschließen der Wunde, die Präparation und das Sägen des Knochens sowie das Einzementieren der Implantate erfolgen weiterhin durch den Operateur. „Es braucht weiter die Expertise und Erfahrung unserer Operateure und des gesamten OP-Teams“, betont Ellenrieder.

Nach den ersten Wochen zieht der Chefarzt eine positive Bilanz. Alle bisherigen Eingriffe mit Unterstützung des Systems seien erfolgreich und komplikationslos verlaufen. Die Patienten hätten bereits nach kurzer Zeit zur Rehabilitation wechseln können.

Auch Markus Leineweber, Direktor Unternehmenskultur und Vorsitzender des Direktoriums des Brüderkrankenhauses, bewertet die Einführung positiv. Das Haus könne nun langjährige operative Erfahrung mit hochpräziser Roboterassistenz verbinden.

Die Knieendoprothetik gehört seit vielen Jahren zu den Kernkompetenzen der Orthopädie. Bereits 2013 wurde das Brüderkrankenhaus als eines der ersten Endoprothetikzentren der Maximalversorgung in Deutschland für die Versorgung mit Hüft- und Kniegelenken zertifiziert.