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Zerstörung im Xiamen-Garten

Nur gut zehn Monate nach seiner offiziellen Eröffnung Anfang Mai 2018 befindet sich der Xiamen-Garten Trier auf dem Petrisberg in keinem guten Zustand.

Rund ein Viertel der aus China importierten roten Minnan-Steinfliesen (als solche sind sie in der offiziellen Beschilderung ausgewiesen) ist gerissen. Der obere Belag liegt abgesplittert zwischen den Windschirmen auf der erst im vergangenen Jahr neugestalteten Fläche des Partnerschafts-Gartenprojektes. Peter Dietze, Ex-Baudezernent der Stadt Trier und offizieller Vertreter des Vereins Chinesischer Garten Trier, der sich den Unterhalt, die Pflege und den Erhalt der Bausubstanz des chinesischen Gartens zur Aufgabe gemacht hat, erklärte auf WochenSpiegel-Nachfrage, dass die Bodenfliesen aus Xiamen nicht den winterlichen Bedingungen in der Moselmetropole Stand gehalten hätten. Nun müssten sie abschnittsweise und aus Kostengründen über einen längeren Zeitraum hin gegen einen widerstandsfähigeren Bodenbelag ausgetauscht werden. Deshalb sei auch der offizielle Wiedereröffnungstermin, der für Sonntag, 28. April, vorgesehen war, abgesagt. "Unser Ziel ist es, bis zum 'Tag der Architektur' am 29./30. Juni den Partnerschaftsgarten wieder in einen guten Zustand zu versetzen", erklärt Dietze seinen Zeitplan.

Mutwillige Zerstörung der Beleuchtungsanlage

Doch damit nicht genug. Auch zwei der acht Lampen, die die dort aufgestellten Windschirme abends beleuchten, funktionieren nicht mehr. Sie seien bereits zum zweiten Mal mutwillig zerstört worden, was den Verein insgesamt 700 Euro gekostet habe, so Dietze. Daraufhin habe man die restlichen Lampen mit dicken Abdeckplatten vor weiteren Zerstörungsattacken geschützt. Auch einige der aus Porzellan gebrannten Szenen aus Xiamen, die in die vier aus handgefertigten roten Ziegelsteinen errichteten Windschirme im Partnerschaftsgarten eingefügt sind, weisen tiefe Kerben und Absplitterungen – mithin deutliche Spuren von Gewalteinwirkung – auf. FIN


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