Claudia Neumann

Zukunftsvisionen für den Rindertanzplatz

Trier. Studierende stellten im Trierer Rathaus Konzepte zur künftigen Nutzung des derzeit als Parkplatz genutzten Areals vor.

Der Rindertanzplatz in der Trierer Altstadt wird derzeit vor allem als Parkfläche genutzt und gilt vielen als wenig attraktiv. Studierende der Universität Trier und der Hochschule Trier haben nun im Rathaus ihre Ideen für eine mögliche Neugestaltung vorgestellt.

Bereits im Sommer hatten sie unter Leitung von Yvonne Kunz und Fabian Frenzel bei einem Aktionstag vor Ort Befragungen durchgeführt. Weitere Rückmeldungen wurden anschließend online gesammelt. Ein Masterprojekt wertete die erhobenen Daten aus. Demnach wünschen sich viele Befragte eine stärkere Begrünung und eine höhere Aufenthaltsqualität. Die heißen Tage im vergangenen Sommer hätten gezeigt, wie sehr kühle Aufenthaltsorte in der stark versiegelten Innenstadt fehlten, erklärte Yvonne Kunz. Gleichzeitig gebe es den Wunsch, Parkflächen zu erhalten. Die Studierenden empfehlen daher, die Stadtgesellschaft eng in weitere Planungen einzubinden.

Park, Gedenkort oder Kulturfläche

Im Rahmen eines Bachelorprojekts entwickelte eine weitere Gruppe vier Szenarien für eine intensivere touristische Nutzung. Diskutiert wurden ein grüner Park, ein Gedenk- und Erinnerungsort für die von dort deportierten Opfer der NS-Zeit oder eine Kombination aus beidem. Auch Kultur- und Eventflächen seien denkbar, bei denen außerhalb von Veranstaltungen Parkplätze bestehen bleiben könnten.

Ein Masterprojekt aus der Innenarchitektur an der Hochschule Trier erarbeitete zudem eine experimentelle Lösung zur Schließung einer Baulücke am Platz. Vorgesehen ist eine Mischung aus offenen und überdachten Bereichen mit einem kleinen Gastronomieangebot sowie nichtkommerziellen Aufenthaltsflächen.

In der anschließenden Diskussion wurden weitere Nutzungsmöglichkeiten angesprochen, darunter auch eine mögliche Wohnbebauung. Zudem wurden die Perspektiven von Anwohnenden und angrenzendem Handel thematisiert. Wann und in welcher Form eine Umgestaltung erfolgt, ist offen. Stadt und Universität signalisierten Bereitschaft, die Kooperation fortzusetzen.


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