Bewertung der Arbeitsmarktzahlen für März wird aufgeschoben

Trier. Derzeit erlebt Deutschland eine Entwicklung, die in dieser Form einmalig und herausfordernd ist. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag drastisch verändert. Wie sie sich auf den Arbeitsmarkt auswirkt, kann jedoch frühestens ab April dokumentiert werden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können die Folgen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt in der Region Trier noch nicht bilanziert werden. Denn der Stichtag, also der Tag, an dem die Daten, für den Berichtsmonat März erhoben wurden, war der 12. März. "Das war vier Tage, bevor die Maßnahmen der Politik zur Hemmung der Virus-Ausbreitung alle wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben", erklärt Heribert Wilhelmi, der Leiter der Trierer Arbeitsagentur. 

Zu diesem Zeitpunkt hatte die einsetzende Frühjahrsbelebung die Zahl der Arbeitslosen in der Region auf 10.391 sinken lassen. Das waren zwar 485 Betroffene mehr als im März 2019, aber 325 weniger als im Vormonat. Der Bestand an gemeldeten Arbeits-Stellen hatte sich gegenüber dem Februar um 54 auf 4.710 erhöht, lag aber um 179 niedriger als im Vorjahresmonat.

"Wir können nicht davon ausgehen, dass sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im April fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen vorerst aus", schätzt Heribert Wilhelmi die aktuelle Lage ein. Er stellt fest: "Stattdessen versuchen Unternehmen zumindest ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten. Mit Kurzarbeit, die genau dafür da ist, Arbeitslosigkeit zu vermeiden." Es sei gut, dass so viele Unternehmen jetzt davon Gebrauch machten.

RED

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Krimineller somalischer Asylbewerber abgeschoben

Cochem. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine Abschiebung war seinerzeit aufgrund fehlender Rückreisedokumente, die durch die somalischen Behörden ausgestellt werden müssen, nicht möglich. Nun hat sich, so die Kreisverwaltung Cochem-Zell, die Chance ergeben, diesen Asylbewerber in sein Heimatland abzuschieben. Dies war nur im Rahmen eines Sonderfluges mit einer Kleinchartermaschine möglich. Das Flugzeug ist heute Morgen in Somalia gelandet und der Betreffende ist auch dort eingereist. Diese Maßnahme wurde von der Bundespolizei geplant und durchgeführt. Alle anderen im Vorfeld erforderlichen Planungen der Rückführung erfolgten in enger Zusammenarbeit insbesondere mit der Zentralstelle für Rückführungsfragen in Trier. Durch eine Einreise in Somalia ist das bisherige Asylverfahren beendet. Damit hat sich auch die Zuweisung des Asylbewerbers zum Landkreis Cochem-Zell erledigt. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute illegale Einreise dieser Person und möglicherweise eine Zuweisung in den Landkreis Cochem-Zell erfolgen, wird der Landkreis diese Zuweisung verweigern. Nach der aktuellen Rechtslage ist die Kreisverwaltung für die Abschiebekosten zuständig. Derzeit befinden wir uns jedoch mit dem Land und dem Bund in Gesprächen, dass hier eine teilweise oder komplette Kostenübernahme erfolgt.  Für die Kreisverwaltung stand allerdings zu jeder Zeit fest, dass der Schutz der Bevölkerung vor Ort oberste Priorität hat und selbstverständlich in der Abwägung wichtiger als die Höhe der Abschiebekosten ist. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine…

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