Günther Schartz: »Ich bin sehr optimistisch«

Trier. Seit 16 Jahren ist Günther Schartz (CDU) aus Wincheringen Landrat des Landkreises Trier-Saarburg. Bei der Landratswahl am 26. September diesen Jahres strebt er eine erneute Amtszeit an. Wir haben ihn zum Interview getroffen.

Seit 16 Jahren sind Sie nun schon Landrat. Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf diese doch schon ziemlich lange Zeit zurück? Was ist in dieser Zeit gut gelaufen und wo setzen Sie sich selbst den Rotstift an?

Wir haben die Flüchtlingskrise und die Corona-Pandemie gut gemeistert. In der Hochwasserkatastrophe ist es gelungen, den Betroffenen einen ersten Halt zu geben.
Der Schulbau ist gut vorangekommen. Das Bildungsbüro unterstützt die Schulen. Der Breitbandausbau ist weit fortgeschritten. Die dezentral organisierte Jugendarbeit und die Kitas im Kreis sind landesweit spitze.

„Rotstift“ – die Probleme im Saarburger Krankenhaus, wo aber jetzt ein tragfähiges Zukunftskonzept steht. Darauf bin ich stolz, denn es ist ein gutes Beispiel, wie Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum zukunftsfest funktionieren kann.

Am 26. September steht neben der Bundestagswahl auch die Landratswahl an.   Was können die Wählerinnen und Wähler von Ihnen erwarten?

Verlässlichkeit, Kompetenz und Entscheidungsfreude und einen Schwerpunkt in der Wirtschafts- und Strukturpolitik.

Unser Landkreis ist ländlicher Raum, er muss gleichwertige Lebensbedingungen zur Stadt bieten, wohnortnahe Arbeitsplätze, gute Schulen und Kitas. Dazu gehört eine aktive Ortsentwicklung durch stärkere Innenentwicklung statt ständig neuer Baugebiete. Die Digitalisierung und die Erzeugung erneuerbarer Energien geben dem ländlichen Raum eine viel stärkere Rolle – eine große Chance! Wohnortnahe Arbeitsplätze stehen für Klimaschutz durch Verkehrsvermeidung.

Die jüngste Hochwasser-Katastrophe hat uns allen gezeigt, wie wichtig gezielter und rechtzeitiger Katastrophenschutz ist. Wie ist hier Ihre Bilanz und wie möchten Sie dieses Thema für die Zukunft stärken und sicherer machen?

Der Katastrophenschutz im Kreis hat im Ganzem gut funktioniert. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben eine riesige Leistung vollbracht. Danke!

Eine gewissenhafte Nachbetrachtung ist in Arbeit. Es fehlen geländegängige, wassertaugliche Fahrzeuge und ein eigenes Lagezentrum. Dieses ist aber bereits in Planung.
Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf den 26. September? Wie optimistisch sind Sie und wie stark sehen Sie Ihre Gegenkandidaten?

Eine Urwahl hat ihre eigenen Gesetze. Die fachlichen Fähigkeiten sind wichtig und das Vertrauen in die Person. Man muss die Gewähr dafür bieten das umzusetzen, was man versprochen hat. In den 16 Jahren als Landrat habe ich eine bürgernahe und zukunftsorientierte Arbeit gemacht. Das verspreche ich genauso für die Zukunft. Wenn das die Entscheidungsgrundlage der Wählerinnen und Wähler ist, dann bin ich sehr optimistisch.

Und abschließend noch: Warum sollten die Wählerinnen und Wähler Sie wiederwählen?


Sie können Verlässlichkeit, Kompetenz, Bürgernähe und Entscheidungsfreude erwarten. Mein Führungsstil ist kooperativ, ich kann integrieren und konsequent entscheiden.

Interview: Andrea Fischer  


Weitere Interviews der Landratskandidaten lesen Sie unter

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.