Hier wird TATkräftig angepackt

Trier. Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Trier Aktiv im Team (TAT). Trierer Unternehmen engagieren sich einen Tag lang ehrenamtlich für den guten Zweck. Sie setzen Projekte für gemeinnützige Organisationen um, die ansonsten kaum eine Chance auf Realisierung haben.

"Mitmachen lohnt sich, denn es konnten viele Projekte vermittelt werden", erklärt Carsten Müller-Meiner, Projektleiter von TAT. Seit 2008 hat TAT schon 305 Projekte realisiert. Für 2019 sind es 20 Projekte. Dabei sind dieses Jahr 23 Unternehmen und 20 gemeinnützige Einrichtungen aktiv. Das Zusammenfinden ermöglicht eine Projektbörse im Frühsommer. Dort stellen die teilnehmenden Einrichtungen ihre Wunschprojekte vor. Findet sich ein Unternehmen, das bei der Umsetzung helfen will, werden die Projekte im Herbst in der sogenannten TAT-Engagementwoche und (aktuell noch bis 13. September) realisiert. Bei den in diesem Jahr umgesetzten Projekten handelt es sich beispielsweise um Malerarbeiten in Kitas oder Verschönerung von Gartenanlagen gemeinnütziger Einrichtungen.

Aus der Region für die Region

Durch diese Initiative können Projekte realisiert werden, die auf Grund mangelnder zeitlicher Ressourcen oder fehlender wirtschaftlicher Attraktivität sonst häufig auf der Strecke bleiben. So steht die Initiative TAT auch für regionale Nachhaltigkeit, indem sie Projekte vor Ort realisiert und Kooperationen aus Wirtschaft, Kommune und gemeinnützigen Einrichtungen bildet. So fördert sie die Lebensqualität vor Ort.

"Auch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt unsere Initiative mit 5.000 Euro jährlich. Doch leider wird das Budget schon von den Verwaltungskosten aufgezehrt", berichtet Carsten Müller-Meiner. Diese wichtige und erfolgreiche Initiative für Trier ist jedoch so gut wie einzigartig in Rheinland-Pfalz. Lediglich in Bad Kreuznach und Kaiserslautern finden sich ähnliche Initiativen. In allen anderen größeren Städten sind die Initiativen wieder "eingeschlafen". Trier kann sich also glücklich schätzen. Zu verdanken ist dies verschiedenen lokalen Institutionen und weniger der spärlichen Förderung durch den Staat.

Weitere Informationen gibt es hier.

BVDA unterstützt Aktionswoche

Seit 2004 würdigt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit der Kampagne "Engagement macht stark!" den Einsatz der über 30 Millionen freiwillig Engagierten in Deutschland. Im Fokus stehen Menschen, die sich eigeninitiativ oder in Unternehmen, Stiftungen, Vereinen, Verbänden oder Einrichtungen für einen guten Zweck engagieren – aus allen Bereichen wie Bildung, Erziehung, Sport, Kultur, Umweltschutz, Völkerverständigung, Gesundheit oder Migration.

Dieses Engagement verdient es, auch sichtbar gemacht zu werden! Vom 13. bis 22. September findet deshalb die Woche des bürgerschaftlichen Engagements unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit zahlreichen Veranstaltungen deutschlandweit statt. Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter, dem der Wochenspiegel angehört, unterstützt bereits zum siebten Mal als offizieller Medienpartner die bundesweite Aktionswoche.

Dabei sein ist einfach. Wer während der Engagementwoche eine Aktion, zum Beispiel einen Tag der offenen Tür, einen freiwilligen Arbeitseinsatz, einen Ausflug, eine Sportveranstaltung oder einfach ein Treffen organisiert, kann seinen Termin auf der Kampagnen-Internetseite eintragen und sich so einer breiten Öffentlichkeit vorstellen oder auch neue Mitstreiter finden.

Weitere Informationen gibt es hier.

Engagementpreis: Jetzt abstimmen

Vor kurzem ist die Abstimmung über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises gestartet. Bis zum 24. Oktober sind alle Bürger eingeladen, hier für ihre Favoriten abzustimmen. 617 herausragend engagierte Personen und Initiativen haben die Chance, die bundesweit renommierte und mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung zu erhalten. Aus der Region sind nominiert: 

  • Die Pumptrack-AG der Stefan-Andres-Realschule plus Schweich, die auf dem Schulhof eine Wellenbahn, in Eigenleistung errichtet. 
  • Die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung, die sich um Förderung, Bildung, Ausbildung und Integration junger Menschen sowie die Stärkung sozialer Kompetenzen in der Gesellschaft kümmert. 
  • Das Sparkassen-Jedermannturnier – nicht nur für Rollstuhlbasketballer – in Konz. 
  • Der Verein "Handwerk hilft" aus Kanzem für seine Partnerschaft mit dem Berufsbildungszentrum der Salesianer in Kigali.

RED

 

 

 

 

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