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Lichtloser Rollentausch: Dialog im Dunkeln in Pauluskirche

Trier. Ein Spaziergang durch den Park, die Dynamik der belebten Innenstadt und gemütliche Stunden mit Freunden im Café. Ein vermeintlich ganz normaler Tag darf ab sofort in einer neuen Erlebnisausstellung in der ehemaligen Kirche St. Paulus in Trier erlebt werden. Die Besonderheit: Die Besucher erfahren die alltäglichen Ereignisse in vollständiger Dunkelheit.

Gewappnet mit einem Langstock werden die Besucher dabei in Kleingruppen von sehbehinderten und blinden Guides durch die auf insgesamt 160 Quadratmeter verteilten, szenisch dargestellten Räume geführt. Das innovative Konzept namens "Dialog im Dunkeln" erzeugt einen Rollentausch, der es ermöglicht, die Umwelt einmal nicht-visuell nur mit den verbleibenden Sinnen wahrzunehmen. Im Zentrum steht immer der Austausch zwischen den Besuchenden und Führenden, wobei letztere stets bemüht sind, die Orientierung an die ungewohnte Umgebung auf freundliche und engagierte Weise zu erleichtern.

Beitrag zur gesellschaftlicher Teilhabe

Ziel der Ausstellung sei ein Beitrag zu gelebter gesellschaftlicher Vielfalt und Teilhabe in Trier. "Eine negative Wahrnehmung vom Leben mit Behinderungen soll aufgebrochen werden", erklärt Daniel Vollstedt, Projektmanager von "Dialog im Dunkeln". So soll der Blick auf die Potenziale von Menschen mit Behinderungen geöffnet werden.

Die Ausstellung wurde bereits in über 30 Ländern und mehr als 130 Städten gezeigt. Der Zeitraum für Trier ist zunächst auf sechs Monate angesetzt (bis 30. Juli). Tickets und alle Informationen gibt es hier.

NR

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