Miezen im letzten Heimspiel des Jahres gegen Nürtingen

Trier. Viel zu jubeln hatte Frauenhandball-Zweitligist DJK/MJC Trier in der Saison 2018/19 noch nicht. Gerade mal drei Punkte konnte das Team von Trainerin Elena Vereschako in zehn Spielen sammeln. Allerdings: Sieben Mal mussten die Miezen bisher auch auswärts antreten. Die Hoffnung lebt, dass im nun anstehenden vierten Auftritt vor eigenem Publikum (Sonntag, 16. Dezember, 13 Uhr, Arena Trier) gegen die TG Nürtingen der zweite Sieg gelingt.

"Wir sind zuhause stärker als auswärts", sagt die Trainerin, "die Unterstützung durch unsere Fans macht zusätzliche Kräfte frei." Alles, was dem Team hilft, ist willkommen. Jeder einzelne Zuschauer und auch jede Spielerin, die nicht gesundheitlich angeschlagen oder verletzt ist. In Bezug auf den Kader kann allerdings keine totale Entwarnung gegeben werden. Wie schon fast während der gesamten Spielzeit laboriert Torhüterin Melanie Eckelt an hartnäckigen Rückenbeschwerden, Lindsey Houben, mit 65 Treffern die beste Torschützin, ist ebenso angeschlagen wie Maja Zrnec.  

Fehlende Größe des Kaders als Problem

Als größtes Manko ihres Personals hat Vereschako angesichts der bisher schmalen Erfolgsbilanz keineswegs mangelnde Qualität oder Leistungsbereitschaft ausgemacht. Das größte und auch komplexeste Problem, ist die fehlende Größe des Kaders. "Erstens fehlen uns im Vergleich zur Konkurrenz Wechselmöglichkeiten. Zweitens können wir auch taktisch deshalb weniger variieren. Und drittens fehlt der Konkurrenzdruck, um jede einzelne Spielerin und auch das Kollektiv optimal weiterzuentwickeln." In allen bisherigen Saisonspielen hatte die MJC weniger Aktive auf dem Feld. Drei, vier Feldspielerinnen mehr beim Gegner waren nicht die Ausnahme – eher die Regel. Das wird auch gegen Nürtingen vermutlich nicht viel anders sein. Dennoch verströmt Vereschako Optimismus und Zuversicht: "Ich bin davon überzeugt, dass die Mädels hundert Prozent abrufen werden, um dieses Spiel gegen Nürtingen zu gewinnen." Sie sieht natürlich auch die Gefahr. "Wir sind Tabellenletzter und wollen unbedingt noch im alten Jahr punkten, damit zum Rest der Liga kein zu großes Loch entsteht."

"Ich sehe Nürtingen mit uns auf Augenhöhe"

Als erste Vorbereitung auf die anstehende Aufgabe wurde nach der Niederlage in Kirchhof  eine umfangreiche und dezidierte Analyse der eigenen Fehler vorgenommen. Ihr schloss sich dann die Videoanalyse des Gegners an. Die Schlüsselspielerinnen der TG sind die Linkshänderin Verena Breidert (70 Saisontore), die über zehn Jahre Bundesliga-Erfahrung verfügt, und die Schweizerin Carmen Sieler, die Seele des Nürtinger des Spiels. "Über sie läuft alles", sagt Vereschako, "sie ist der Dreh- und Angelpunkt. Dennoch sehe ich Nürtingen mit uns auf Augenhöhe." Mit der Einschränkung: "Wenn wir unsere bestmögliche Leistung abrufen."

Kader

DJK/MJC Trier:  Melanie Eckelt, Aleksandra Baranowska – Angela Petrovska, Hannah Sattler, Lindsey Houben, Andrea Czanik, Vesna Tolic, Dovile Ilciukaite, Gabriella Szabo, Maja Zrnec, Dora Simon-Varga.

RED

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