Miezen unterliegen dem FSV Mainz

Trier. Eine Halbzeit lang schien eine Überraschung im Rheinland-Pfalz-Derby der 2. Frauenhandball-Bundesliga möglich, dann setzte sich der favorisierte FSV Mainz 05 aber bei der DJK/MJC Trier doch noch deutlich durch. Vor dem Seitenwechsel bereitete die von Coach Elena Vereschako verordnete Taktik, das Spiel langsam zu machen, den Gästen große Probleme, mit zunehmender Spieldauer setzte sich aber die überlegene Athletik des Tabellenvierten beim 22:27 (8:9) durch.

An der Tabellensituation ändert sich nichts – die Miezen belegen nach dieser Niederlage vor 433 Zuschauern nach wie vor den vorletzten Platz. Wer verspätet die Arena betrat, dürfte nicht schlecht gestaunt haben. Nach 15 Minuten zeigte die Anzeigentafel ein 2:2 als Zwischenresultat an. Das war einerseits das Resultat der Tempoverschleppung in der Offensive der Miezen, mit der die "Meenzer Dynamites" unübersehbare Probleme hatten, einiger starker Paraden der Trierer Torfrau Melanie Eckelt und ihres Pendants auf Mainzer Seite, Kristin Schäfer. Soweit die positive Sicht der Dinge. Kritischer betrachtet wurde der Grundstein für die Trierer Niederlage in dieser Viertelstunde und den folgenden Minuten gelegt, in denen sogar eine 5:3-Führung (19.) gelang. Denn in dieser Phase vergab die MJC etliche glasklare Möglichkeiten, häufig in Einzelduellen mit der Mainzer Torfrau. Eine deutlich höhere Führung wäre möglich gewesen. Denn mit dem geduldigen Offensivspiel kreierte Trier viele gute Chancen, leider war die Effizienz im Abschluss zu gering.

"Wir hatten große Probleme gegen die Miezen"

Das sah auch Gästecoach Thomas Zeitz so: "Ich hatte davor gewarnt, die Qualität des Gegners am Tabellenstand zu messen. Dass ich damit richtig lag, hat sich deutlich gezeigt. Wir hatten große Probleme gegen die Miezen, die eine sehr gute Leistung geboten haben." Dazu passend stellte Vereschako fest: "Die Mannschaft hat die vorgegebene Taktik gut umgesetzt. In einigen Situationen hat bei uns aber die Cleverness und manchmal auch das Glück gefehlt, um ein besseres Ergebnis zu erzielen."

Zufrieden mit der Einstellung der Mannschaft

Nach dem 5:3 kippte das Spiel. Über 7:7 (26.) ging der Tabellenvierte in Führung und nahm ein 9:8 mit in die Pause. Direkt nach Wiederanpfiff glich Trier aus – es war der letzte Gleichstand im gesamten Spiel. Von nun an waren die Mainzerinnen, die an Dynamik deutlich zulegten und deren 6:0-Abwehr sich nur noch selten ausspielen ließ, immer wieder nach Eins-gegen-Eins-Situationen oder Tempogegenstößen erfolgreich. Innerhalb von vier Minuten zogen die Gäste auf 9:12 davon, in der Folge kam das Vereschako-Team nicht mehr näher als auf zwei Treffer heran. Nach 42 Minuten war die Entscheidung beim Stand von 12:17 gefallen. "Mit der Einstellung der Mannschaft war ich zufrieden", lautete das abschließende Statement von Vereschako, die ungeachtet der kommenden schweren Gegner aus dem oberen Tabellendrittel forderte: "Egal gegen wen wir spielen, wir müssen den Willen haben, das Spiel zu gewinnen."

Das nächste Spiel bestreiten die Miezen am kommenden Samstag (2. Februar, 15 Uhr, Arena Trier) gegen den Aufstiegsaspiranten HL Buchholz 08-Rosengarten.  

Statistik

DJK/MJC Trier: Melanie Eckelt, Alexandra Krämer – Angela Petrovska, Hannah Sattler, Dovile Ilciukaite (5/5), Linsey Houben (3/1), Andrea Czanik (3), Vesna Tolic, Gabriella Szabo (5), Maja Zrnec (4), Dora Simon-Varga (2)

Schiedsrichter: Jan Lier/Manuel Lier

Zuschauer: 433 

 

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