Miezen verschenken Sieg im Kellerduell gegen Gedern-Nidda

Trier. Im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Frauenhandball-Bundesliga hat die DJK/MJC Trier im direkten Duell mit der HSG Gedern-Nidda den durchaus möglichen Sieg verschenkt. Vor 420 Zuschauern in der Arena Trier lagen die Miezen beim 25:25 (12:12) gegen den Neuling in der 2. Halbzeit mehrfach mit zwei oder drei Toren vorne, versäumten es dann aber regelmäßig den Vorsprung entscheidend auszubauen.

Mal war Pech dabei, wie beim Stand von 20:18 (47.), als Vesna Tolic nur den Pfosten traf. Meist waren es aber zum Teil unerklärliche Fehler, die es den Hessinnen erlaubten immer wieder den Anschluss herzustellen. Zwei Ballverluste in den letzten Minuten gehörten für Trainerin Elena Vereschako in die Kategorie "fehlende Cleverness", die letzte Aktion war dann wieder Pech. Mit der Schlusssirene hatte Dora Simon-Varga noch die Möglichkeit zum Siegtreffer, wurde aber strafwurfreif gefoult - der Pfiff der Schiedsrichterinnen Daniela Kuschel/Sandra Senk blieb aus. Einen Vorwurf wollte Vereschako den Frauen an der Pfeife dennoch nicht machen: "Wir sind selbst schuld. Wir hatten genügend Gelegenheiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Deshalb bin ich auch sehr enttäuscht. Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber in den wichtigen Situationen zum Teil nicht nachvollziehbare Fehler gemacht und Chance um Chance vergeben."

Bedeutung der Partie spürbar

In der 1. Halbzeit war beiden Teams die Bedeutung der Partie deutlich anzumerken. Schließlich spielten hier der Vorletzte gegen den Letzten um die Übergabe der Roten Laterne aber auch um den endgültigen Anschluss ans Mittelfeld. Minutenlange Torlosigkeit auf beiden Seiten, fehlende Präzision bei den Abspielen und Würfen prägten das Spiel. Beim Stand von 7:6 durch ein "Empty Goal" von Andrea Czanik deutete sich die Möglichkeit an, bei Ballgewinnen in Überzahl zu Torerfolgen zu kommen. Die beiden nächsten Versuche endeten aber jeweils neben dem Pfosten.

Miezen geben Sieg leichtfertig aus der Hand

Glück für die Miezen: Kristin Amos, die überragende Torjägerin der Gäste, musste verletzungsbedingt für insgesamt 16 Minuten auf die Bank. Nach dem Wechsel war die 1.86  Meter große Rückraumspielerin aber wieder da und sorgte zunächst für eine Zwei-Tore-Führung (14:16/37.).  Kurze Zeit später übernahm dann aber das Heimteam das Heft des Handelns trotz der beiden bereits geschilderten Versuche, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Weil Amos von Triers Abwehr nicht zu kontrollieren war, stellte Vereschako ab der 50. Minute (22:20) um. Fortan wurde die Top-Torschützin in kurze Deckung genommen – zunächst durch Dovile Ilciukaite, dann durch Maja Zrnec. Mit durchschlagendem Erfolg. Die Beste der Gäste erzielte in den verbleibenden zehn Minuten nur noch einen Treffer. Es reichte dennoch nicht für die Miezen, die den möglichen Sieg leichtfertig aus der Hand gaben. Das sah auch Vereschako so: "Das Resultat ist für uns ein Punktverlust, denn wir hätten mehrmals den Deckel zumachen müssen."

Das nächste Spiel bestreiten die Miezen am kommenden Samstag (19. Januar, 17 Uhr, Wikinghalle Handewitt) beim TSV Nord Harrislee.

Statistik

DJK/MJC Trier (Kader): Aleksandra Baranowska, Manou Huijben – Kristina Brunner, Angela Petrovska, Hannah Sattler (1), Linsey Houben (5/1), Andrea Czanik (3), Vesna Tolic (4), Dovile Ilciukaite (6/2), Gabriella Szabo (1), Maja Zrnec (2), Dora Simon-Varga (3).

Beste Werferinnen bei den Gästen waren Kristin Amos (9 Tore) trotz ihrer langen Pause in der 1. Halbzeit und Kirsten Schindler (8/5).

Schiedsrichter: Daniela Kuschel, Sandra Senk

Zuschauer: 420

RED

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