Claudia Neumann

Trierer Altstadtfest findet statt: Planungen für 2. Juniwochenende laufen

Nachdem Triers größte Open Air-Veranstaltung zwei Jahre hintereinander coronabedingt ausfallen musste, eröffnen die in Aussicht gestellten Lockerungen und die positiven Perspektiven für einen sich abflachenden Pandemieverlauf die Möglichkeiten für ein Comeback der dreitägigen Festmeile von Porta bis zum Viehmarkt.
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Michael Brettner von der Band "Rokken" auf der Porta-Bühne des Altstadtfestes 2017

Michael Brettner von der Band "Rokken" auf der Porta-Bühne des Altstadtfestes 2017

Foto: Trier Tourismus und Marketing GmbH/Photogroove

Es ist eine gute Nachricht für alle Aussteller, Gastronomen, Bands und Kooperationspartner des Altstadtfestes: Am 2. Juniwochenende soll das Veranstaltungshighlight wieder stattfinden - aufgrund der Eröffnung der großen Landesausstellung "Der Untergang des Römischen Reiches" am 24./25. Juni zwei Wochen früher als sonst. Davon abgesehen soll jedoch alles so weit wie möglich beim Alten bleiben, oder, um es mit Kulturdezernent Markus Nöhl zu sagen: "Das Altstadtfest hat eine lange Tradition des unbeschwerten Aufeinandertreffens. Es verkörpert deshalb auch ein Lebensgefühl in dieser Stadt. Dieses Lebensgefühl möchten wir erhalten."
 
Hierzu wurden verschiedene Umsetzungsoptionen geprüft. Um auf die Pandemiesituation einzugehen, sollen eventuell noch notwendige Impfstatuskontrollen durch kleine Armbänder gelöst werden, die die Menschen nach dem Vorzeigen ihres Impfstatus' erwerben können. Mit diesen Bändern haben sie die Möglichkeit, die Essens- und Getränkestände zu besuchen. "Bis zum Altstadtfest sind noch über drei Monate Zeit, so dass wir heute nicht sagen können, welche Regelungen im Juni gelten werden", so Norbert Käthler, Geschäftsführer der TTM. "Mit diesen Bändern sind wir aber in der Lage, gegebenenfalls geltende G-Regelungen zu überprüfen, auch wenn man damit nicht den Zugang zum Festgelände regulieren kann. Mit dieser Regelung haben verschiedene Städte bei den Weihnachtsmärkten gute Erfahrungen gemacht."
 
Solidaritätsbändchen in Planung
Sollte sich die Pandemiesituation weiter entspannen, wird es die Bändchen aber trotzdem geben. Denn auch ohne Corona-Beschränkungen sind die Infrastruktur- und Sicherheitskosten für das Altstadtfest enorm gestiegen. Deshalb werden an allen drei Tagen Solidaritätsbändchen verkauft, mit denen die Besucherinnen und Besucher einen freiwilligen Beitrag leisten können. Die Bändchen werden für 2 Euro angeboten, wobei eine größere Unterstützung selbstverständlich willkommen ist. "Das größte Fest der Region genießt weit über Trier hinaus eine große Wertschätzung", ist sich Markus Nöhl sicher. "Durch einen solchen freiwilligen Beitrag können die Menschen dieser Wertschätzung auch dadurch Ausdruck verleihen, dass sie den organisatorischen Aufwand hinter den Kulissen unterstützen. Der kleine Beitrag hilft dem großen Fest. So ist es uns möglich, für alle Besucherinnen und Besucher weiterhin ein unbeschwertes Vergnügen sicherzustellen."
 
Eine Voraussetzung ist für das Altstadtfest jedoch zu berücksichtigen: Die Planungen stehen unter dem Genehmigungsvorbehalt der im Juni geltenden Corona-Schutzverordnung. Die Pandemie gestaltet sich dynamisch, daher können heute noch nicht absehbare Auflagen zu einer möglichen Absage des Festivals führen.
 
Im Moment laufen die Gespräche mit allen Sponsoren, Beteiligten und Kooperationspartnern. Zeitnah werde man weitere Informationen zum Altstadtfest verkünden können, kündigte Käthler an. "Jetzt freuen wir uns erst einmal, dass wir die Planungen und organisatorischen Arbeiten vorantreiben und den Triererinnen und Trierern hoffentlich ein schönes Sommerhighlight ermöglichen können."