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Vorsicht vor Taschendieben auf Weihnachtsmärkten

Weihnachten steht vor der Tür und viele freuen sich auf die bevorstehende Advents- und Vorweihnachtszeit - auch Taschendiebe! Denn für sie herrschen optimale "Arbeitsbedingungen". Das Landeskriminalamt (LKA) gibt Tipps, wie man sich schützen kann.
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Foto: Symbolbild/LKA

Foto: Symbolbild/LKA

Die Täter bevorzugen Menschenmengen. In Geschäften, Cafés, Restaurants, an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, auf Bahnhöfen und Weihnachtsmärkten treiben sie ihr Unwesen. Meist treten die Täter in Gruppen auf und agieren arbeitsteilig nach dem Motto: "Anrempeln, drücken, abdecken, ziehen, Beute übergeben". Bestohlen werden überwiegend Frauen und ältere Menschen.

Geringe Aufklärungsquote

Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2018 in Rheinland-Pfalz insgesamt 2.737 Taschendiebstähle angezeigt, 2017 waren es 2.957 Fälle. Trotz des Rückgangs machten die Diebe im Jahr 2018 noch 804.328 Euro Beute. Die meisten Fälle von Taschendiebstahl bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2018: 4,3 Prozent), da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt wird.

Erfolgreiche Tricks

Achten Sie auf folgende, immer wieder erfolgreich angewandte Tricks der Täter:
  • Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder "in die Zange" genommen; beim Einsteigen stolpert der Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.
  • Auskunft-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es - etwa auf Bahnhöfen - um etwas. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche.
  • Geldwechsel-Trick: Fremde bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Öffnet das Opfer die Geldbörse, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.
  • Flecken-Trick: Häufig nach einem Bankbesuch wird das Opfer "versehentlich" mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Tasche.
  • Supermarkt-Trick: Im Marktladen fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche im Einkaufswagen geplündert.
  • Taschenträger-Trick: Scheinbar hilfsbereite Menschen sprechen ältere Frauen beim Einkaufen an und bieten ihnen an, den Einkauf nach Hause zu tragen. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus und flüchten.

Das rät das LKA

Die oben genannten Beispiele von häufig angewandten Tricks nimmt das Landeskriminalamt zum Anlass, mit Präventionstipps für Sicherheit zu sorgen:
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen. 
  • Bewahren Sie Geld, Papiere, Bank- und Kreditkarten getrennt voneinander, aber dicht am Körper auf - etwa in verschlossenen Innentaschen. 
  • Bei Abhebungen an Geldautomaten lassen Sie sich nicht ablenken. 
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen, möglichst körpernah oder klemmen Sie sich diese unter den Arm. 
  • Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie angerempelt werden.
Weitere Informationen gibt es hier und bei jeder Polizeidienststelle. RED