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Wieder nur Remis: Eintracht zuhause 2:2 gegen Dillingen

Trier. In einer spielerisch durchwachsenen Oberliga-Partie kam Eintracht Trier beim Heim-Debüt von Neu-Cheftrainer Josef Cinar am Samstagnachmittag gegen den Aufsteiger VfB Dillingen im Moselstadion nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und konnte damit den Liga-Negativ-Trend der vergangenen Wochen auch gegen den Aufsteiger trotz zweimaliger Führung nicht stoppen.

Ohne personelle Veränderungen in der Startformation schickte Josef Cinar seine Mannen auf den Rasen des Moselstadions. Die Partie gegen den Aufsteiger brauchte dabei etwas, ehe sie sich entwickelte – in der Anfangsviertelstunde bot sich den Zuschauern vor allem Mittelfeldgeplänkel ohne wirklichen Zug zum Tor. Die Gäste aus Dillingen kamen schon früh zu einer vielversprechenden Freistoßgelegenheit, die jedoch aus halblinker Position nicht verwertet werden konnte (2.) und auch die Eintracht konnte eine erste Chance für sich verbuchen, als Dominik Kinscher Kevin Heinz bediente, der aber im Abseits stand (8.).

Ausgleich vor der Pause

Doch dann: in der Folge eines Eckballes für die Hausherren setzte sich Kinscher gekonnt in Szene und zwang Sascha Kilper im Tor der Saarländer mit einem satten Distanzschuss zu einem ersten guten Reflex (16.). Diese erste nennenswerte Torraumaktion wurde gleich gefolgt vom ersten Torerfolg eines Youngsters: Ömer Kahyaoglu brachte eine Freistoßflanke von halblinks in den Strafraum, wo der mit aufgerückte Stephan Schuwerack am höchsten sprang und die Zuschauer im Moselstadion jubeln ließ: das 1:0 für die Eintracht (18.). Danach gab es bis unmittelbar vor dem Pausenpfiff ein ähnliches Bild wie zu Beginn: wenig Torraumszenen und eine Partie, die sich zwischen den Strafräumen abspielte. Als sich alle schon auf die Pause eingestellt hatten, gab es dann doch noch eine Gelegenheit: Freistoßflanke von Hassan Srour auf Marius Neumeier, der keine Mühe hatte, zum 1:1 einzunicken (45.+1) – der Ausgleich unmittelbar vor der Pause.

Tiefe Verunsicherung bei Eintracht Trier

Auch nach dem Seitenwechsel zunächst das gewohnte Bild: Beide Teams agierten engagiert, ließen aber spielerische Impulse größtenteils vermissen. Erst nach einer guten Stunde bekamen die Zuschauer im Moselstadion mal wieder ein Highlight zu sehen: Kevin Heinz tankte sich in seiner unnachahmlichen Art durch den gesamten Defensivverbund der Saarländer, scheiterte mit seinem Pass von der Grundlinie zunächst jedoch an Felix Nimmrichter. Doch Heinz setzte nach und spitzelte das Leder zu Kahyaoglu. Der hatte dann das Auge für den freistehenden Jan Brandscheid, der mit einem satten Volleyschuss unter die Latte die Führung wieder herstellen konnte (61.). In der Folge spürte man die tiefe Verunsicherung in der jungen Eintracht-Elf jedoch weiterhin, das 2:1 brachte deshalb nicht die erhoffte Sicherheit.

Geschehen wiederholt sich

So wiederholte sich das Geschehen der vergangenen Wochen: ein langer, öffnender Pass der Saarländer landete bei Hassan Srour, der völlig frei vor Denis Wieszolek auftauchte und das Leder in der Folge zum erneuten Ausgleich für die Gäste versenkte (80.). Eintracht Trier hat damit den Befreiungsschlag zunächst verpasst. Einen neuen Anlauf nimmt das Team von Interimstrainer Josef Cinar dann am kommenden Sonntag bei Hertha Wiesbach.

Statistik

Eintracht Trier: Wieszolek – Heinz, Maurer, Schuwerack, Jakob – Kahyaoglu, Roth, Mabouba, Brandscheid – Sasso-Sant (ab 70. Thul), Kinscher (ab 78. Fischer).

VfB Dillingen: Kilper, Rupps, Nimmrichter (ab 89. Gales), Bassenach, Neumeier – Mehmeti, Theobald, Cissé, Rupp, Srour (ab 82. Schetter) – Dil (ab 26. Velten).

Tore: 1:0 Schuwerack (18.), 1:1 Neumeier (45.+1), 2:1 Brandscheid (61.), 2:2 Srour (80.).

Zuschauer: 719

Schiedsrichter: Adrian Kokott

RED

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