Eher peinlich als mangelhaft

Die erste debakulöse Niederlage der Gladiators

Stadt Trier. Aus Hanau berichtet Bernd Schneider Erbarme! Zu spät: Die Hesse kumme!" So ertönte es einst aus dem Fanblock des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Angekommen sind, und zwar in der Zweiten Liga, die Basketballer aus dem hessischen Hanau: Zuvor nach dem Aufstieg erfolgsarm, schwang sich Neuling White Wings auf seinen weißen Flügeln zu einem 76:58-Heimsieg gegen Trier. Das Endresultat ist umso rühmlicher, weil die Rheinland-Pfälzer bis dahin schlechtestenfalls mit vier Korbpunkten Unterschied verloren hatten.

 

Dass es diesmal für die "Gladiators" debakulös werden würde, zeichnete sich früh ab. Vor allem wegen eines miserablen zweiten (10:19) und dritten (12:21) VIertels. Ein 18:16-Plus im letzten Abschnitt brachte dann das, was man allenfalls als Ergebniskosmetik bezeichnen konnte. Und änderte nichts an dem Prädikat für die Gladiators-Leistung, das eher "peinlich" als "mangelhaft" oder "ungenügend" lauten musste. Marco van den Berg, der erlebte, wie machtlos ein Trainer schon mal sein kann, gebrauchte derlei harte Worte in der Öffentlichkeit erwartungsgemäß nicht.

Van den Berg lobt den Gegner

Der 50-Jährige lobte mit Recht den geradezu vorbildlichen Kampfgeist der Triumphatoren. Vier von denen punkteten zweistellig - mit dem nur neuneinhalb Minuten pausierenden Kruize Pinkins an der Spitze (21). Der Verlierer- Coach ließ auch den Mangel an mannschaftlicher Geschlossenheit seiner Schützlinge nicht unerwähnt - und das gravierende 33:48-Minus bei den Rebounds. Von den etwa fünf Prozent Gladiators-Anhängern unter den 580 Zuschauern verstand wahrscheinlich keiner den Unterschied zwischen der prima Darbietung sechs Tage zuvor gegen den Tabellenfürer und im fünften Auswärtsspiel.

Schiris überzeugen

Die Sportweisheit "Wenn's nicht läuft, dann läuft's nicht" ist da wohl keine befriedigende Erklärung. Obwohl sie zutraf. Randnotiz: Das Schiedsrichter-Trio, zu dem zwei Frauen gehörten, war überzeugender als jedes andere, mit dem die Trierer bislang zu tun hatten. Die erfolgreichsten zehn Gladiators-Korbschützen nach den ersten zehn von 30 Hauptrunde-Partien: Evans 141, Spearman 138, Anderson 105, Smit 82, Breiling 56, Dietz 47, Herrera 33, Weber 32, Engel 24, Breu 18. Die teilweise unterschiedlichen Spielezahlen sind hier nicht berücksichtigt.

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