Gladiators ohne Ahelegbe schon schwer vorstellbar

Erstmals mehr als 2000 Zuschauer bei Trierer Heimspiel

Stadt Trier. Weiterer Schritt auf dem schwierigen Rückweg der Gladiators in die obere Tabellenhälfte der Zweiten Basketball-Bundesliga, sprich die Playoff-Ränge: Neun Tage nach ihrem beachtlichen Derby-Auftritt in Köln wurden die Abstiegskandidaten aus Leverkusen an der Mosel mit 72:66 bezwungen.

Von Bernd  Schneider 

Weitere personelle Veränderung bei den Gladiators: Luca Breu hat sich einer Ulmer "Einheit" angeschlossen - natürlich mit vollem Einverständnis der Trierer Verantwortlichen. Letztere haben bereits eine wichtigere und schwierigere Thematik: Natürlich möchten auch sie den Vertrag mit dem Spielmacher Kwadzo Ahelegbe über den 31. Januar hinaus verlängern, müssen aber natürlich auch an die Finanzen denken. Coach Marco van den Berg nannte erwartungsgemäß nur die offizielle Version, dass ein Gespräch nach dem Spiel in Vechta am 23. Januar vereinbart ist.

Eher Zuversicht als Skepsis

Aus des Trainers Miene während dieser Äußerung war eher Zuversicht als Skepsis zu lesen. Jedenfalls weiß jeder Szene-Kenner, dass ein Kader ohne Ahelegbe schon schwer vorstellbar ist und eine gravierende Schwächung bedeuten würde. Bei seinem erst zweiten Einsatz für die Gladiators war der souveräne "Steuermann" sogar noch etwas stärker als bei seiner Premiere acht Tage zuvor, obwohl er diesmal "nur" 13 Korbpunkte erzielte: Der 27-Jährige traf keine einzige falsche Entscheidung. Dabei wirkte er diesmal sogar in 33 der 40 Netto-Minuten mit. Im Team hingegen gab es im Eifer des Gefechts so manche schlechte Entscheidung. Richtig gut und effektiv gespielt wurde nur in den beiden ungeraden Vierteln (im ersten allein fünf Dreier) und es dadurch gegen Ende wieder mal eng. Wobei eine endlich mal gute Freiwurf-Quote (75 Prozent) sehr half.

Gäste mit Abstiegskampf-Erfahrung

Zugutehalten musste man den Trierern, dass die Leverkusener inzwischen wesentlich stärker sind als während der Hinrunde, was van den Berg mit Recht betonte. Beim vielmaligen Deutschen Ex-Meister setzt man auf enorme Abstiegskampf- Erfahrung in anderen Saisons, auch in 2014/15. * Die Überraschung beim sechsten Heimsieg, dem noch vor Februar-Beginn zwei folgen sollen (16. und 31. Januar), war die Zuschauerzahl: Mit 2212 wurde die alte Höchstmarke um 311 (!) übertroffen und der Durchschnitt laut WOCHENSPIEGEL-Statistik auf 1790 getrieben. * Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 17 Spielen: Evans 253, Spearman 244 Smit 135, Anderson 105, Breiling 88.

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