Maßstab ist das Niveau der Profiklubs

Fußballschule gründet eigenes Team - Kooperation mit FCK

Stadt Trier. Neue Wege in der Nachwuchsförderung tun sich in der Region auf: In der kommenden Saison schickt die Fußballschule „Kickt-it-Academy“ eine eigene Mannschaft ins Rennen, die am regulären Spielbetrieb teilnehmen soll.

 Ein Dutzend junge Fußballer des Jahrgangs 2005 aus der Stadt Trier und der näheren Umgebung wird nach den Plänen von Niki Wagner eine ganz besonders intensive Förderung erfahren. »Wir legen den Level eines Nachwuchsleistungszentrums von Profivereinen an«, betont Wagner, der vor knapp sieben Jahren die Fußballschule »Kick-it-Academy« gegründet hat. Zwei Spiele und drei Mal Training in der Woche stehen demnächst an – unter der Leitung des früheren Zweitligaspielers der Trierer Eintracht, der mit Markus Schottes und Damian Stoklosa zwei weitere lizenzierte Trainer an seiner Seite hat, die einst in den höheren Amateurligen oder auch in Luxemburg aktiv waren.

Sogar Shuttleservice und Hausaufgabenbetreuung

»Die Kinder werden von unserem Shuttleservice direkt von der Schule abgeholt. Ehe es zum Training geht, bekommen sie ein Mittagessen von uns und werden auch bei den Hausaufgaben betreut«, berichtet Wagner, der hier auch auf die Hilfe seiner Mutter Marianne in der Küche und seines Vaters Peter als Chauffeur setzen kann. Genutzt werden die Trainingsstätten in Ehrang und Pfalzel oder auch die Kunstrasenhalle im Fitnessstudio »Bodystile« in der Trierer Metternichstraße. Auf vier Jahre ist das Projekt  zunächst angelegt. »Danach sollen die Jungs reif dafür sein, in ein Nachwuchsleistungszentrum, wie etwa dem eines Erst- oder Zweitbundesligisten wechseln zu können«, lässt Wagner durchblicken.

"Keine Konkurrenz zu Vereinen"

Sein Trainerkollege Schottes ergänzt: »Wir sehen uns nicht als Konkurrent von irgendeinem Verein in der Region, erkennen aber durch unser Projekt die klare Perspektive, eine noch gezieltere, intensive fußballerische Ausbildung ermöglichen zu können.« Ob im wöchentlichen Zusatztraining oder in einem der Sommercamps: Viele junge Fußballer wollen sich bei der »Kick-it-Academy« über den Vereinsfußball weiter entwickeln. Seit rund einem halben Jahr fördern Wagner, Schottes und Stoklosa zudem talentierte Kicker, die der 1. FC Kaiserslautern ins Visier genommen hat: Das Nachwuchsleistungszentrum der Roten Teufel auf dem Fröhnerhof kooperiert offiziell mit der Trierer Fußballschule, indem Spielern vor Ort zusätzliche Trainingseinheiten angeboten werden. So will man sie auf einen späteren Wechsel zum FCK vorbereiten.

Tarforster geht zum FCK

Das im Kooperationsvertrag ebenso vereinbarte Scouting trägt bereits erste Früchte: So wechselt der Mittelfeldspieler Alexander Shehada (16) nach einer halbjährigen Betreuung durch »Kick-it« zur neuen Saison zur B-Jugend-Bundesligamannschaft des FCK. Auch dank des regelmäßigen Austauschs und gemeinsamer Schulungen mit und bei den Roten Teufeln spricht Niki Wagner »von einem absoluten Glücksfall und einer einzigartigen Möglichkeit, als private Fußballschule mit solch einem Traditionsverein zusammen zu arbeiten.« AA

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Krimineller somalischer Asylbewerber abgeschoben

Cochem. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine Abschiebung war seinerzeit aufgrund fehlender Rückreisedokumente, die durch die somalischen Behörden ausgestellt werden müssen, nicht möglich. Nun hat sich, so die Kreisverwaltung Cochem-Zell, die Chance ergeben, diesen Asylbewerber in sein Heimatland abzuschieben. Dies war nur im Rahmen eines Sonderfluges mit einer Kleinchartermaschine möglich. Das Flugzeug ist heute Morgen in Somalia gelandet und der Betreffende ist auch dort eingereist. Diese Maßnahme wurde von der Bundespolizei geplant und durchgeführt. Alle anderen im Vorfeld erforderlichen Planungen der Rückführung erfolgten in enger Zusammenarbeit insbesondere mit der Zentralstelle für Rückführungsfragen in Trier. Durch eine Einreise in Somalia ist das bisherige Asylverfahren beendet. Damit hat sich auch die Zuweisung des Asylbewerbers zum Landkreis Cochem-Zell erledigt. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute illegale Einreise dieser Person und möglicherweise eine Zuweisung in den Landkreis Cochem-Zell erfolgen, wird der Landkreis diese Zuweisung verweigern. Nach der aktuellen Rechtslage ist die Kreisverwaltung für die Abschiebekosten zuständig. Derzeit befinden wir uns jedoch mit dem Land und dem Bund in Gesprächen, dass hier eine teilweise oder komplette Kostenübernahme erfolgt.  Für die Kreisverwaltung stand allerdings zu jeder Zeit fest, dass der Schutz der Bevölkerung vor Ort oberste Priorität hat und selbstverständlich in der Abwägung wichtiger als die Höhe der Abschiebekosten ist. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine…

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