SVE mit Fehlstart: Rubeck jetzt ohne Rücksicht auf BVB-Match

Eintracht schlägt sich beim 1:3 in Lautern vor allem selbst

Stadt Trier. Erst gut eine Woche ist die Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest alt – und schon herrscht bei der Trierer Eintracht Enttäuschung: Nach den beiden offensiven Nullnummern zum Start gegen die SV 07 Elversberg (0:1) und am Mittwoch im vorgezogenen Match gegen den FC 8 Homburg (0:0) gab es am Sonntag im nächsten Derby zwar dank des Elfmetertreffers von Danilo Dittrich (verursacht von Dino Bajric an Patrick Lienhard, 16. Minute) den ersten Saisontreffer und die 1:0-Führung – zwischen der 29. Und 39. Minute leistete sich die Eintracht aber haarsträubende Abwehrfehler, der FCK II nutzte es eiskalt aus und führte plötzlich mit 3:1.

„Wir hatten eigentlich alles im Griff, verlieren aber dann dermaßen den Faden. Das darf uns einfach so nicht passieren. In der zweiten Hälfte haben wir dann nochmal die eine oder andere Chance gehabt. Unterm Strich war es zu wenig. Wir haben verdient verloren“, bilanzierte ein geknickter Mittelfeldspieler Christoph Anton, dem kurz nach der zweiten Niederlage im dritten Saisonspiel noch so gar nicht nach Pokalfieber zumute war, schließlich ist niemand anderes als der achtfache Deutsche Meister Borussia Dortmund am Montag, 22. August, ab 20.45 Uhr, in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde zu Gast im proppenvollen Moselstadion. „Jetzt gilt es erst einmal, den Frust abzubauen. Das ist doch ein Sch…Start. Erst in ein paar Tagen wird dann die Vorfreude auf ein schönes Spiel da sein…“

Querschläger & Co. bringen SVE auf die Verliererstraße

„Nicht ganz nachvollziehen“ konnte SVE-Coach Rubeck den Querschläger, die mangelnde Zuordnung und die fehlende Aggressivität im entscheidenden Moment, die zu den FCK-Treffern durch Marius Grösch (29.), Robert Glatzel (32.) und sieben Minuten später durch Sebastian Jacob geführt hatten. „Bis zum 1:1 haben wir gut attackiert, hätten sogar unsere Führung ausbauen können“, meinte Rubeck. In der Tat: Acht Minuten nach dem 0:1 zwang der beste Trierer am Sonntag, Patrick Lienhard, den Lauterer Schlussmann Jan-Ole Sievers zu einer Parade. Die Oberschenkel-Beschwerden von Michael Dingels und dessen verletzungsbedingtes Ausscheiden in der 38. Minuten trugen zur Instabilität der Defensive bei – auch im zweiten Durchgang verzeichnete die Zweitliga-U23 zahlreiche Möglichkeiten….

Eintracht laut Rubeck "zu naiv"

Dem Team vom früheren FCK-Profi  und nun auf den Betzenberg als Trainer der zweiten Mannschaft zurück gekehrten  Hans Werner Moser („Für uns war es das erste Spiel. Ich wusste, dass wir am Anfang Probleme bekommen.“) bescheinigte Rubeck indes auch einiges an Qualität: „Sie haben effektiv und ruhig gespielt. Wir waren teilweise zu naiv und haben uns wie eine U-Mannschaft verhalten.“ Keine Frage: Bei der Chance in der 62. Minute – der blasse Muhamed Alawie drosch den Ball am langen Pfosten aus kürzester Entfernung drüber – hätte sich die wachere und ab Mitte der ersten Hälfte zielstrebigere FCK-Offensive sicher nicht zwei Mal bitten lassen. Gleichwohl stellte der Trierer Trainer klar: „Ich glaube aber an meine Mannschaft und an meine Stürmer.“ Noch längst sieht Rubeck aber nicht alle im Team bei 100 Prozent, was das Leistungsvermögen und die Fitness angeht: Manchen Spielern merkt man an, dass Sie in der Vorbereiung gefehlt haben. Deshalb will er auch die kommende Woche nutzen, um intensiv und je nach Bedarf mit dem einen oder anderen individuell zu arbeiten. „Wegen des Dortmund-Spiels rücke ich keine fünf Prozent von meinem Programm ab“, sagte der Eintracht-Trainer und kündigte gleich zehn (!) Einheiten bis zum Pokalmatch an…

Statistik:

1. FC Kaiserslautern II: Sievers – Becker, Koch, Schindele, Sarr – Dittgen (64. Pick), Grösch, Bajric (90. Sickinger), Schmidt – Jacob (56. Seufert), Glatzel

Eintracht Trier: Keilmann – Riedel, Dingels (38. Maurer), Schneider, Heinz – Dartsch, Telch, Dittrich (50. Billick), Anton – Lienhard, Alawie (63. Szimayer)

Tore: 0:1 Dittrich (16., Foulelfmeter), 1:1 Grösch (29.), 2:1 Glatzel (32.), 3:1 Jacob (39.)

Schiedsrichter: Timo Lämmle (Waiblingen)

Zuschauer: 382

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