Trierer Basketballer fighten sich zum Sieg über Nürnberg

Negativkulisse begleitet Erfolg des Zweitligisten

Stadt Trier. Ihren vierten Sieg im siebten Saisonspiel fuhren die ProA-Basketballer der Gladiators Trier am Samstag Abend gegen rent4office Nürnberg ein. Der 70:62-Erfolg war harterkämpft. Negativ: Ganze 1305 Zuschauer verloren sich in der Arena.

Gladiators-Headcoach Marco van den Berg ging mit folgender Starting-Five in die von ihm zuvor als "richtungsweisendes Spiel" betitelte Partie gegen Nürnberg: Kevin Smit - Marian Dahlem - Brandon Spearman - Dwayne Evans - Kilian Dietz. Die ersten zehn Minuten gestalteten sich klar zu Gunsten der Gastgeber: Bis zu den ersten Punkten der Gäste vergingen insgesamt 5:12 Minuten. Ein einfacher Korbleger für die Franken markierte den Zwischenstand von 8:2 aus Sicht der Gladiatoren. Vor allem die hohe Zahl an Ballverlusten des Gästeteams von Headcoach Ralph Junge spielte den gut umschaltenden Moselanern in die Karten. Ganze sieben Turnovers sahen die Trierer Fans bei dem zuvor Fünftplatzierten der ProA-Tabelle. Mit einer Acht-Punkte-Führung und einem Spielstand von 15:7 ging es in die erste Zwei-Minuten-Pause.

Härte und Intensität steigern sich

Im zweiten Viertel fanden dann auch die Nürnberger mehr und mehr in die Partie. Vor allem Center Robert Oehle zeigte auf Seiten der Gäste mit bis dahin sechs getroffenen Punkten und fünf Rebounds ein immer stärkeres Spiel. Mit der Länge der Spieldauer steigerte sich außerdem sowohl die Intensität, als auch die Härte des 4.Heimspiels der Gladiators Trier: 14 Fouls und insgesamt 24 Turnovers hielten die Statistiker nach 20 Minuten effektiver Spielzeit in ihren Notizen fest - eine vor allem bei den Ballverlusten ungewöhnlich hohe Zahl. Auch bei Würfen von der Dreierlinie spiegelte sich die Unkonzentriertheit beider Teams wieder. Denn: Keiner der Spieler auf dem Parkett traf auch nur einen einzigen Dreier im zweiten Abschnitt der ersten Halbzeit. Durch einen zwischenzeitlichen 8:0-Lauf der Nürnberger und ein insgesamt stärkeres Viertel aus Sicht der Gäste, ging es mit einem Zwischenstand von 27:26 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel drehte Nürnberg nun richtig auf und zeigte phasenweise, warum die Franken schon vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelt wurden. Mit einem Lauf von 9:0-Punkten drehten die Gäste den Spielstand auf ein zwischenzeitliches 29:35, ehe Benedikt Breiling einen in dieser Phase ungemein wichtigen Dreier zum 32:35 platzierte. Von diesem Zeitpunkt an, lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Führten die Hausherren, glich die Gastmannschaft postwendend aus. Aufgrund dieser Ausgeglichenheit ging es bei einem Stand von 44:44 in das letzte Viertel. Im letzten Spielabschnitt zeigten die Gladiators Trier nun, warum sie sich den Sieg auch wirklich verdient hatten.

Trierer Coach "wirklich glücklich"

Angeführt von ihren besten Schützen Eric Anderson (16 Punkte) und Dwyne Evans (14), zogen die Trierer durch einen 9:0-Lauf auf einen Zwischenstand von 59:54 davon und ließen sich den zweiten Heimerfolg der aktuellen Saison nicht mehr nehmen. Am Ende stand ein 70:62-Sieg auf der Anzeigetafel in der Arena Trier. Ein Sieg, der den Trainer vor allem zufrieden machte: "Ich bin zum ersten Mal wirklich glücklich mit einem Sieg. Zum Einen wussten wir, wie wichtig die Partie heute sein wird. Zum Anderen hat es mich gefreut, welche Verantwortung unsere jungen Spieler heute wieder übernommen haben. Das bestätigt unsere Arbeit und macht mich sehr glücklich", sagte der 50-Jährige auf der anschließenden Pressekonferenz. Am kommenden Freitag starten die Moslaner dann gegen die MLP Academics Heidelberg in den anstehenden Doppelspieltag. Im Anschluss daran kommt wieder ein Aufstiegsfavorit in die Arena Trier. Der Gegner dann: Science City Jena.

Pressemitteilung Gladiators Trier

 

 

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