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Wasser marsch: Fünf neue Pumpen für die Feuerwehren

Gleich fünf Feuerwehren erhielten bei der offiziellen Übergabe durch die Wehrleitung der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Daun neue Tragkraftspritzen. Weitere Anschaffungen für die nächsten Jahre sind geplant.
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Wie bei einer Großübung sah es am Hotel Pappelhof in Weidenbach aus. Gleich fünf Feuerwehren waren angerückt, um ihre neuen Tragkraftspritzen durch die Wehrleitung der Verbandsgemeinde (VG) Daun entgegenzunehmen. „Wir haben einen guten Rahmen gesucht, um die Pumpen zu übergeben, weil es der Beginn von weiteren Investitionen durch die VG in diesem Bereich ist“, erklärt Thomas Simonis, Wehrleiter der VG Daun.

Die Wehren aus Mückeln, Dockweiler, Waldkönigen, Meisburg und Weidenbach wurden mit neuen Pumpen ausgestattet. Sie sind dabei die ersten Fünf von insgesamt 48, welche in den kommenden Jahren ausgetauscht werden. „Wir werden in den nächsten Jahren jeweils fünf Pumpen pro Jahr beschafften, bis die älteste Pumpe in der VG acht Jahre alt ist“, sagt Simonis. Zur Zeit sieht dies noch anders aus. Die ausgetauschten Pumpen sind meist über 20 Jahre alt. „Die Pumpe in Meisburg war beispielsweise die älteste in der VG, diese wurde bereits 1986 dort in Betrieb genommen“, berichtet Martin Saxler, stellvertretender Wehrleiter. Das Alter spielt dabei aber laut Saxler nicht die entscheidende Rolle. Ausgetauscht werden vorrangig Pumpen, die in einen hohen Wartungsaufwand haben. Das heißt, bei denen es häufig technische Probleme gibt oder bei denen nur noch bedingt Ersatzteile verfügbar sind.

Mit diesem Programm investiert die VG vor allem in die kleineren Ortswehren. Die Tragkraftspritzen sind meist in kleineren Einsatzfahrzeugen ohne Einbaupumpe vorhanden. Sie sind für jeden Brandeinsatz entscheidend. Denn egal, ob die Feuerwehr das Löschwasser aus dem Hydrantennetz oder einem offenen Gewässer bezieht, muss mindestens eine Pumpe vorhanden sein. Muss das Löschwasser über weitere Strecken gefördert werden, sind mehrere Tragkraftspritzen hintereinander erforderlich. „Ein Vorteil der Tragkraftspritzen gegenüber der fest eingebauten Pumpen ist, dass die mit wenigen Ausrüstungsgegenständen an der Wasserentnahmestelle verbleiben kann. Das Einsatzfahrzeug ist dann noch für andere Zwecke einsetzbar“, erklärt Frank Stolz, ebenfalls stellvertretender Wehrleiter.

Mit vier der neuen Tragkraftspritzen mit einem 48 kW Motorradmotor können 1000 Liter Wasser mit 10 bar Druck pro Minute gefördert werden. Mit der Pumpe der Feuerwehr Dockweiler sogar 1500 Liter. Diese Pumpe ist im Brandfall in den Industriegebieten am Radersberg und in Nerdlen für die Druckerhöhung im Hydrantennetz der Gebiete vorgesehen.

Neben den neuen Tragkraftspritzen verfügt die VG nun auch über einen Gerätewart der für die Wartung der Tragkraftspritzen zuständig ist. Ewald Münch aus Steineberg wird sich ab 2016 um den einwandfreien Zustand der Tragkraftspritzen kümmern und alle regelmäßig erforderlichen Wartungen durchführen.