Thomas Förster

Brand am Josefsheim - drei Tote

Höfen. Im Wohnkomplex am St. Josefs Haus der Caritas in Höfen hat es in der Nacht gebrannt

Mit diesem lebensfrohen Bild erfreute eine Bewohnerin des St. Josefs-Hauses zum 20-jährigen Bestehen im Jahr 2024. Nun hat es dort gebrannt.

Mit diesem lebensfrohen Bild erfreute eine Bewohnerin des St. Josefs-Hauses zum 20-jährigen Bestehen im Jahr 2024. Nun hat es dort gebrannt.

Bild: Archiv

Höfen. Ein Brand im St. Josefs-Haus in Höfen hat in der Nacht drei Menschenleben gefordert. Zahlreiche Bewohner wurden verletzt und in die Turnhalle einer nahegelegenen Schule sicher untergebracht.

Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um einen Gebäudekomplex, der zu einem Teil ein Mehrfamilienhaus darstellt und zum anderen ein Wohnheim für Menschen für Behinderungen. Im linksseitigen Gebäudekomplex, das als Mehrfamilienhaus genutzt wird, kam es zu dem Brandgeschehen.

Über 30 Menschen wurden von der Feuerwehr aus dem betroffenen Gebäudeteil evakuiert - drei Personen (männlich) verstarben am Brandort. Zur Identität der Opfer können noch keine Angaben gemacht werden. Circa 30 Personen wurden aufgrund des Verdachts von Rauchgasintoxikationen ärztlich versorgt - weitergehende ärztliche Behandlungen waren in diesen Fällen nicht erforderlich.

Das Wohnheim für Menschen mit Behinderung war von den Evakuierungsmaßnahmen nicht betroffen. Auch sind in diesem Bereich keine Opfer zu beklagen.

Die Brandursache ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Der Brandort wurde von der Polizei Aachen beschlagnahmt. Ein Brandsachverständiger wurde hinzugezogen.

Umzug in ehemaliges Pflegeheim Kalterherberg

Auf Anfrage der Stadt Monschau hat der DRK Kreisverband Städteregion Aachen e. V. kurzfristig entschieden, sein ehemaliges Pflegeheim in Monschau-Kalterherberg als Ausweichunterkunft zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur – darunter Zimmer mit Betten, sanitäre Einrichtungen sowie einer Großküche – bietet das Gebäude deutlich geeignetere Bedingungen für die Unterbringung und Versorgung der betroffenen Menschen.

 Nach dem verheerenden Brand im St. Josefs Haus in Monschau-Höfen, bei dem in der Nacht drei Menschen ums Leben gekommen sind und zahlreiche weitere Bewohnerinnen und Bewohner verletzt wurden, ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in der Städteregion Aachen seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. Die medizinische und betreuerische Erstversorgung der Betroffenen erfolgte zunächst in einer Monschauer Turnhalle. Verantwortlich für die Verpflegung der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner ist die Betreuungseinheit der Katastrophenschutzeinheit 3 (Einsatzeinheit Süd, EE-NRW-AC-Kreis 03), die für die Bereiche Monschau, Roetgen und Stolberg-Breinig zuständig ist. Die Einheit – vollständig durch das DRK gestellt und geführt – hat die Betroffenen unter anderem mit Verpflegung versorgt und kümmert sich fortlaufend um die Betreuung vor Ort.

 Die Verlegung der Betroffenen von der Turnhalle in die Unterkunft in Kalterherberg erfolgt aktuell schrittweise und wird durch die Einsatzeinheit 3 organisiert und durchgeführt. Auch die erste Betreuung vor Ort wird durch die Einsatzkräfte der Einheit sichergestellt. „In enger Abstimmung mit der Stadt Monschau und allen beteiligten Akteuren setzen wir alles daran, den betroffenen Menschen schnellstmöglich eine sichere und angemessene Unterbringung sowie eine verlässliche Versorgung zu bieten“, erklärt Guido Offermann, Zugführer der Katastrophenschutzeinheit 3.

 Weitere Maßnahmen zur mittel- und langfristigen Unterbringung sowie Betreuung werden derzeit gemeinsam mit der Stadt Monschau abgestimmt.