Beim Feiern an Trauernde denken
Roetgen (Fö). »Meine Uroma ist verstorben, ich habe mein Kaninchen verloren, Mama trauert um einen guten Freund.« Kinder trauern auch, nur anders - das weiß Luisa Kolkenbrock, Koordinatorin für Kinder- und Jugendtrauer Palliatives Netzwerk für die Region Aachen e. V. Sie möchte ein Angebot schaffen für trauernde Familien. Denn es ist oft nicht einfach, mit den vielen Gefühlen umzugehen, die der Verlust eines lieben Menschen mit sich bringt.
»Ihr seid Pfützenspringer, denn ihr könnt von jetzt auf gleich eure Gefühle umswitchen - das ist für uns Erwachsene sehr oft schwierig nachzuvollziehen und richtig zu reagieren.« Deswegen möchte Luisa Kolkenbrock trauernde Kinder und Jugendliche zusammenbringen, ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind.
Ein Netzwerk hat sie gesponnen, ein Dutzend Ehrenamtler gefunden, die dieses mit Leben füllen wollen. Und auch immer mehr finanzielle Unterstützung. Stiftungsgeld des Bistums Aachen haben den Sockel gesetzt, aber Aktionen wie die der Kommunionkinder aus Rohren und Kalterherberg, Roetgen und Rott tragen das Konzept ins Bewusstsein vieler. Während die Kinder feierten haben sie auch Spenden gesammelt für trauernde Kinder - 600 Euro sind in Roetgen zusammen gekommen, 550 Euro in Rohren, 410 Euro in Kalterherberg.
»Wir sind in guten Gesprächen, Trägerschaft und ein Ort der Begegnung sind jedoch noch offen«, erklärt Kolkenbrock. Ziel ist es, sobald wie möglich jungen Menschen einen geschützten Raum zu geben, in dem sie ihre Trauer ausdrücken und Unterstützung erfahren können. Interessierte nehmen Kontakt auf mit ihr per E-Mail an hallo@kijutrauer.de oder unter Tel. 0163/9280258.
Auch finanzielle Unterstützung wird weiterhin benötigt. Gerne spenden an die Hospizstiftung Region Aachen, Sparkasse Aachen | AACSDE33, IBAN DE10 3905 0000 1072 1975 67, KiJuTrauer Nordeifel

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