

Kreis Düren. Nach der Lagebesprechung am frühen Samstagmorgen steht fest: Die Brandlage ist statisch, also unverändert. Das ist eine positive Nachricht, da sich der Brandherd in der Nacht nicht vergrößert hat. Die Lösch-Hubschrauber sind wieder im Einsatz und so wird das Feuer im Hürtgenwald weiter bekämpft.
Inzwischen sind 1400 Kräfte im Einsatz. Darunter die Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Hilfsorganisationen wie THW, Malteser, Johanniter und das Deutsche Rote Kreuz. Aber auch nach wie vor viele freiwillige Helfer, insbesondere Landwirte. Ziel ist, die Ausweitung des Feuers weiterhin zu verhindern. Die Einsatzkräfte bereiten sich darauf vor, dass im Laufe des Vormittags Wind aus Richtung Norden aufzieht. Wie sich das auf die Lage auswirkt, ist derzeit unklar.
Die Anwohnerinnen und Anwohner aus den Ortsteilen Vossenack, Hürtgen, Kleinhau, Großhau und Simonskall werden aufgrund der anhaltenden Löscharbeiten dazu aufgerufen, sparsam mit Wasser umzugehen.
Die Evakuierung für den Ortsteil Gey wird weiterhin aus Sicherheitsgründen aufrechterhalten. Anlaufstelle für alle Betroffenen ist die Förderschule Athenée Royal in Düren, Rudolf-Diesel-Straße 19. Betroffene werden umgehend informiert, wenn sich an der Situation etwas ändert.
Der Kreis Düren hat eine Hotline für besorgte Bürgerinnen und Bürger freigeschaltet. Dies dient unter anderem dazu, die Leitstelle des Kreises zu entlasten. Rufen Sie bitte zunächst hier an: 02421/221011999, wenn es sich nicht um einen akuten Notfall handelt. Erreichbarkeit: Samstag (15.8.) und Sonntag (16.8.) von 8 bis 18 Uhr.
Auf der Homepage des Kreises Düren www.kreis-dueren.de ist ein Liveblog angelegt, in dem aktuelle Informationen stetig eingearbeitet werden.
Forstministerin Silke Gorißen hat sich am Nachmittag ein Bild von der Lage vor Ort gemacht und den Einsatzkräften sowie den Land- und Forstwirtinnen und -wirten gedankt: „Der große Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen gegen diesen Waldbrand kämpfen und Außergewöhnliches leisten, um die Flammen einzudämmen und Menschen, Tiere und Natur zu schützen. Mein Dank gilt ebenso den Landwirtinnen und Landwirten, die mit Grubbern und Güllefässern helfen, Brandschneisen zu schaffen und Wasser bereitzustellen, um die Arbeit der Feuerwehr zu unterstützen. Diese praktische Hilfe ist in einer solchen Lage von unschätzbarem Wert.“
Weiter sagte die Ministerin: „Außerdem danke ich den Forstleuten, die ihre Wälder und die örtlichen Gegebenheiten kennen, die Einsatzkräfte beraten und mit ihrer Erfahrung einen wichtigen Beitrag zur Brandbekämpfung leisten. Was hier geleistet wird, zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Dafür gebührt allen Beteiligten mein aufrichtiger Dank und mein größter Respekt.“
Darüber hinaus wiederholte sie ihren Appell an die Bevölkerung: „Bitte halten Sie sich in diesen Tagen nicht im Wald auf. So können wir ihn am besten schützen. Seien Sie vorsichtig und melden Sie sofort jede Beobachtung! Wenn Sie Rauch oder Feuer sehen, wählen Sie sofort den Notruf 112.“
Derzeit gilt für nahezu die gesamte Landesfläche der Waldbrandgefahrenindex 4 von 5 möglichen Stufen. Gerade in der zweiten Hälfte dieser Woche hat sich die Lage aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch einmal zugespitzt. Derzeit sind mehrere Waldbrand-Einsatzstellen landesweit vorhanden.


