Thomas Förster

Eine Ehe zwischen Kindern und Ehrenamt

Simmerath. Inge und Erich Heinen aus Simmerath feiern am Donnerstag diamantene Hochzeit
Inge und Erich Heinen gehen seit mehr als sechs Jahrzehnten gemeinsam durchs Leben und freuen sich ihre diamantene Hochzeit it der Familie bei guter Gesundheit feiern zu können.

Inge und Erich Heinen gehen seit mehr als sechs Jahrzehnten gemeinsam durchs Leben und freuen sich ihre diamantene Hochzeit it der Familie bei guter Gesundheit feiern zu können.

Bild: T.Förster

Simmerath (Fö). »Wir dürfen glücklich sein über ein erfülltes gemeinsames Leben. Auch wenn es auch schwierige, entbehrungsreiche Zeiten gab, so haben wir so viel Schönes gemeinsam erleben dürfen.« Und das schon seit 60 Jahren, denn Inge und Erich Heinen sind am 13. August 1966 vor den Traualtar getreten. Am kommenden Sonntag wird im familiären Kreis diamantene Hochzeit gefeiert.

»Die erste Nacht durften wir nicht gemeinsam verbringen, sonst war die Sorge groß, wir hätten am nächsten Morgen in der Kirche nicht kommunizieren dürfen. Das war damals einfach so«, denkt Inge Heinen mit einem Augenzwinkern an die ausgefallene Hochzeitsnacht zurück. Mit ihrem Mann Erich ist die 82-Jährige zu Eltern von vier Kindern geworden, die ihnen wiederum sieben Enkel geschenkt haben.

Kennengelernt hatte Erich Heinen seine Inge, die aus Rollesbroich stammt, auf der Kirmes und rasch hatte es gefunkt. Als es zum Traualtar ging war der gebürtige Bickerather bereits nach erolfgreicher Ausbildung zum Betriebsschlosser bei Junker zum Maschinenbau-Ingenieur aufgestiegen. Nach einem weiteren Studium an der RWTH - zeitlich wie finanziell eine harte Zeit, wie sich seine Frau erinnert - zog es Erich Heinen an die Berufsbildende Schule des Kreises Aachen in Simmerath, wo er bis 1999 lehrte. Neben seiner Frau und der Familie stand für Erich Heinen stets die Freiwillige Feuerwehr hoch im Kurs, die er schon in jungen Jahren und insgesamt 22 Jahre leitete, deren Ausbilder er bis auf Kreisebene war und der er heute noch in der Ehrenabteilung angehört.

Inge Heinen wurde zur Damenschneiderin ausgebildet und bildete sich zur kaufmännischen Angestellten fort. Nach zwei Jahrzehnten Erziehungszeit eignete sie sich den Umgang mit dem Computer an und wurde 1989 in der Buchhaltung des Medienhauses Weiss angestellt, wo sie bis zur Pensionierung blieb. Ihr Herz schlug stets für die Kirche und caritative Dienste treu dem Motto »Not sehen und handeln.«

Gemeinsam sind die Beiden viel gereist, haben Inges Mutter im Haus aufgenommen, die zunächst bei Erziehung und Haushalt halft und später selbst gepflegt werden musste. »Das Leben ist immer ein Geben und ein Nehmen. Und es ist schön beides erfahren zu dürfen«, versichert das Jubelpaar, das sich auf weitere Jahre bei guter Gesundheit freut..