Schwalbenfreunde werden kenntlich gemacht
Monschauer Land (Fö). »Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer«. Aber die Sommerboten verheißen nicht nur der Redewendung nach Gutes zu bewirken. Der NABU setzt sich aktuell dafür ein, schwalbenfreundliche Häuser zu erfassen und auszuzeichnen. Und findet dazu im Monschauer Land zahlreiche Mitstreiter, die an ihren Häusern Schwalben nisten lassen oder ihnen mit Trink- und Futterstellen bereits aktiv helfen.
Schwalben gelten seit jeher als willkommene Sommerboten. Doch für die geschickten Flugkünstler wird es zunehmend schwieriger, geeignete Nistmöglichkeiten zu finden. Moderne, glatte Fassaden, versiegelte Flächen und der Rückgang von Insekten erschweren ihnen das Leben. Umso wichtiger sind Gebäude, an denen Mehl- oder Rauchschwalben noch Unterschlupf finden.
Mit der Aktion möchte der NABU auf das Engagement von Hausbesitzern aufmerksam machen, die Schwalben an ihren Gebäuden dulden oder sogar gezielt fördern. Wer Nester am Haus hat, Kunstnester angebracht hat oder auf andere Weise zum Schutz der Tiere beiträgt, kann sein Gebäude als »schwalbenfreundliches Haus« anerkennen lassen.
So wie Sandra Steffens aus Eicherscheid. Sie bewohnt mit ihrem Mann ein altes Fachwerkhaus und hat nicht nur ihren Garten liebevoll Tieren und Pflanzen gewidmet. »Wir beobachten die Tiere gerne, lieben das muntere Treiben und wollten ihnen einfach etwas Gutes tun«, erklärt sie. Als nun der Aufruf kam, sich beim NABU zu melden, ließ das Paar sein Haus zertifizieren. Die Auszeichnung ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern soll auch andere Menschen motivieren, Schwalben Lebensraum zu bieten. Denn jeder erhaltene Nistplatz ist für den Bestand der Tiere von großer Bedeutung. Schwalben stehen unter Schutz, ihre Nester dürfen nicht entfernt oder beschädigt werden.
Gerade im ländlich geprägten Monschauer Land gibt es noch viele Orte, an denen Schwalben geeignete Bedingungen finden können — etwa an Wohnhäusern, Bauernhöfen, Ställen oder Nebengebäuden. Der NABU hofft deshalb auf viele Rückmeldungen aus der Region.
Wer an seinem Haus Schwalben beherbergt und sich an der Kartierung beteiligen oder eine Auszeichnung erhalten möchte, kann sich direkt beim NABU melden. Mit der Initiative verbindet der Naturschutzbund praktischen Artenschutz mit einem sichtbaren Dank an alle, die Schwalben willkommen heißen.
Schwalbenfreunde im Monschauer Land leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer Tierart, die vielerorts seltener geworden ist. Die aktuelle Kartierung bietet die Gelegenheit, dieses Engagement sichtbar zu machen und gleichzeitig ein Zeichen für den Naturschutz direkt vor der eigenen Haustür zu setzen. Mehr auf www.nabu.de/schwalben

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