

Roetgen (Fö). »Es gibt viele Angebote, viele engagierte Ehrenamtler. Was oft fehlt, ist die Vernetzung, das Raumangebot und das Wissen der Senioren, was ihnen alles geboten wird.« Gundula Brüggenwirth ist 73 Jahre alt, aktiv und vernetzt. Doch sie weiß, dass es nicht allen Menschen in ihrer Altersklasse geht. Daher wurde Ende 2024 eine Seniorenmesse initiiert, die großen Anklang fand.
»Es geht nicht darum, einen Betreuungsplatz oder Alltagshilfe zu finden - älter werden bedeutet so viel mehr«, ergänzt Ingrid Karst-Feilen. Den klassischen Platz an der Theke gibt es kaum noch, auch das soziale Gefüge durch Familie oder Nachbarschaft ist seltener geworden. »Roetgen ist ein engagierter Ort und doch fühlt sich nicht jeder mitgenommen«, weiß auch Ingeborg Deutz-Ruppert. Sie alle - wie auch Peter Lauscher, der aus dem Arbeitskreis »Älter werden in Roetgen« heraus ein Erzählcafé initiiert hat - laden zum Austausch am Samstag, 7. März, von 11 bis 16 Uhr im Bürgersaal Roetgens ein. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.
»Man kann auch in einer Gruppe einsam sein«, wissen die Ehrenamtler um die Vielschichtigkeit des Lebens im Alter. »Alteingesessene und Neubürger zusammen bringen - das ist nicht nur bei Kindern und Familien wichtig«, unterstreicht Gundula Brüggenwirth.
Themen wie Wohnen, Pflege, Gesundheit, Sicherheit zu Hause und im Alltag, »Handy-Sprechstunde« oder Sport werden behandelt. Zahlreiche Initiativen und Akteure von der StädteRegion Aachen und Polizei über das Netzwerk »ZWAR«, Alzheimer-Gesellschaft, Bürgertreff, Gemeindefrühstück, Kaffee für Trauernde oder Geno-Eifel bis hin zu den Pfadfindern haben ihre Teilnahme und Unterstützung zugesagt.
Gerontologe (Altersforscher) Prof. Dr. Manfred Borutta wird über »Einsamkeit im Alter« mit Chancen und Risiken referieren. Die Polizei wird ihren im letzten Jahr stark frequentierten Vortrag zum Thema »Sicherheit« erneuern und an zahlreichen Infoständen geht es einfach um das Informieren und Zuhören.


