Thomas Förster

Ein Netzwerk für Lebensretter

Mützenich. Ersthelfer-Netz ausbauen: »Corhelper« treffen sich im Feuerwehrhaus Mützenich
Hemmungen und Ängste vor dem Helfen im Notfall abzubauen, sich über Erfahrungen auszutauschen und neue Mitstreiter für das Ersthelfer-Netz zu finden ist das Ziel des »Corhelper«-Treffens wie hier in Mützenich.

Hemmungen und Ängste vor dem Helfen im Notfall abzubauen, sich über Erfahrungen auszutauschen und neue Mitstreiter für das Ersthelfer-Netz zu finden ist das Ziel des »Corhelper«-Treffens wie hier in Mützenich.

Bild: Städteregion Aachen

Mützenich/Region (Fö). Mit dem gemeinsamen Ziel, die Erstrettung in medizinischen Notfällen zu verbessern, ist die StädteRegion Aachen von Beginn an eine Partnerin der Initiative »Region Aachen rettet«. Mit der App »Corhelper« können im Notfall qualifizierte Ersthelfer alarmiert werden. In dem System sind außerdem die öffentlich zugänglichen Defibrillatoren (AED) eingepflegt, die in der Trägerschaft von Privatpersonen, Betrieben oder Kommunen sind.

Nun wurde auf Initiative des Amtes für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz der StädteRegion ein »Corhelper-Netzwerk« ins Leben gerufen. Am ersten Mittwoch im Monat wird im Mützenicher Feuerwehrhaus das Projekts »Region Aachen rettet - Ersthelfersystem StädteRegion Aachen« vorgestellt, Training der Wiederbelebung an Simulationspuppen angeboten und ein Erfahrungsaustausch vorgenommen. Den praktischen Teil hat Notfallsanitäter Lukas Jollet gemacht, die Theorie olbag Pflegefachkraft Sebastian Schillings. Zielgruppe sind Menschen, die etwas über Reanimation bei Kindern und Erwachsenen lernen möchte, die sich vorstellen kann, die Corhelper-Familie zu erweitern, oder die den Austausch im Team suchen. Weitere Standorte für Netzwerktreffen sollen folgen.

Herzstück der Initiative Region Aachen rettet ist ein Smartphone-basiertes Alarmierungssystem für Ersthelfer. Registrierte und in Reanimationsmaßnahmen geschulte Ersthelfer, die sich in Nähe zum Notfall befinden, werden parallel zum Rettungsdienst über die Region Aachen Rettet-App alarmiert. So können noch vor dem Eintreffen des Notarztes lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden, die gerade in den ersten Minuten oft entscheidend sind. Die »ehrenamtlichen Lebensretter« verfügen über eine notwendige medizinische Grundqualifikation wie Pflege- und/oder rettungsdienstliches Examen, Sanitäter-Ausweis oder jährliches Zertifikat über Schulungen in Herz-Lungen-Wiederbelebung. Ein Prozent der Bevölkerung sollten möglichst dem »Lebensretter«-Netz angehören - die Quote liegt in der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg bei knapp über 0,6 Prozent. Anmeldung per E-Mail an ersthelfer@staedteregion-aachen.de

Dass das AED-Netzwerk in der StädteRegion werditer ausgebaut wird, ist wichtig, sagt Iris Bornewasser vom Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz der StädteRegion: »Jedes Jahr sterben allein in Deutschland über 70.000 Menschen an einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Deswegen ist es (lebens)wichtig, dass Defibrillatoren möglichst flächendeckend zur Verfügung stehen. Öffentlich zugängliche AEDs in Parks, an Schulen, an Firmengebäuden und anderen stark frequentierten Orten können Leben retten.«
Wer einen AED öffentlich zugänglich machen möchte und diesen bestenfalls außerhalb des Gebäudes anbringt, damit er zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar ist, kann sich unter der E-Mail-Adresse aed-meldung@staedteregion-aachen.de melden. Der Standort wird dann mit den Zeiten, zu denen die Geräte verfügbar sind, in der App »Corhelper« hinterlegt. Mehr Infos gibt es unter https://regionaachenrettet.de/


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