Thomas Förster

Evakuierungen aufgehoben: Menschen aus Ruitzhof, Geisberg, Küchelscheid und Leykaul dürfen wieder in ihre Häuser zurück

Monschau/Bütgenbach. Behörden geben gefährdete Wohngebiete wieder frei. Feuer im Hohen Venn ist eingegrenzt. Vennbad wegen starker Brandrauchbelastung geschlossen. Innenminister Reul lobt Einsatzkräfte und appelliert an umsichtiges Handeln jedes Einzelnen.

Die wegen des Vennbrands evakuierten Einwohner aus Ruitzhof und Geisberg können wieder in ihre Häuser zurück, das hat die Stadt Monschau mitgeteilt. Ebenfalls aufgehoben wird die Evakuierung der belgischen Orte Küchelscheid und Leykaul.

Bütgenbachs Bürgermeister Daniel Franzen bittet jedoch die Küchelscheider und Leykauler darum, nur die Hauptzufahrtsstraßen zu nutzen. Freigegeben werde laut Franzen außerdem die Rurstraße N669 (Bütgenbach-Monschau). Die Behörden danken allen betroffenen Einwohnern für ihr Verständnis, ihre Geduld und ihre Zusammenarbeit in dieser Ausnahmesituation sowie allen Einsatzkräften vor Ort, die zum reibungslosen Ablauf der Maßnahmen beitragen.

Derweil hat die Monschauer Feuerwehr einen weiteren Einsatzabschnitt der belgischen Kollegen übernommen, um diese zu unterstützen. Man leiste Großartiges und arbeite am Limit, aber jenseits der Grenze sei die Herausforderung nochmal höher, sodass man gerne helfe, unterstreicht Einsatzleiter Philipp Krüger. Das Feuer konnte in alle Richtungen eingegrenzt werden. Der Brand ist damit nicht gelöscht, er breitet sich aber auch nicht weiter aus. Nun geht es daran, Glutnester aufzuspüren und ein Wiederaufflammen zu vermeiden. Wegen der Beschaffenheit des Torfmoores wird eine Brandüberwachung mit Drohnen und Wärmebildkameras noch längere Zeit notwendig sein.

Das Vennbad bleibt heute Abend und morgen für das Frühschwimmen geschlossen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Rauch durch die Lüftungsanlage ins Gebäude zieht.

Am Morgen hatte NRW-Innenminister Herbert Reul das Lagezentrum in Kalterherberg und die Einsatzkräfte an Ruitzhof besucht. Er dankte den vielen Ehrenamtlern und Unterstützern im Hintergrund und unterstrich, dass die Aufrüstung im Katastrophenschutz gewirkt habe. Im Nachgang müsse man natürlich schauen, was man noch verbessern könne. In Zeiten des Klimawandels appellierte er neuerlich an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll und umsichtig mit seiner Umwelt umzugehen.