Meßstellen durch aus Vennbrand an sensiblen Orten wie Kitas und Altenheimen in der StädteRegion
Viele Menschen sind durch den Brand auf der belgischen Seite des hohen Venns verunsichert. Nun liegen aktuelle Ergebnisse von Schadstoffmessungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) vor. Diese Messungen zeigen, dass die Werte der typischen Brandschadstoffe laut LANUK alle unterhalb von Orientierungs- und Grenzwerten liegen.
Aktuell begleitet und unterstützt das LANUK-Team mit zwei Messfahrzeugen die Feuerwehren in den vom Brandrauch betroffenen Gebieten in der StädteRegion. Der Sondereinsatz des LANUK bietet eine messtechnische Unterstützung und fachliche Beratung für Behörden in NRW.
An zahlreichen Orten im betroffenen Gebiet zum Beispiel im Bereich von Kitas, Altenheimen, Arztpraxen und Krankenhaus wurden bereits Messungen auf typische Schadstoffe im Brandrauch vorgenommen. Neben der geruchlichen Wahrnehmung können auch in den Messergebnissen verschiedene brandtypische Stoffe nachgewiesen werden, bisher aber überall unterhalb von Orientierungs- und Grenzwerten für schwere gesundheitliche Auswirkungen.
„Allerdings ist Brandrauch nie gesund“, so das LANUK. Daher gelten die vorsorglichen Empfehlungen (wie z.B. Fenster und Türen möglichst geschlossen halten, Aktivitäten im Freien soweit wie möglich reduzieren, etc.) auch weiterhin.
Allgemein würden bei Waldbränden natürlich Luftschadstoffe freigesetzt. Einen Überblick über die möglichen Schadstoffe sowie Gesundheitsfolgen biete die Internetseite beim Umweltbundesamt (UBA):
https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/besondere-belastungssituationen/luft-gesundheitsbelastung-durch-waldbraende „Eine erhöhte Belastung ist auch in den Online-Messungen des LANUK insbesondere bei Feinstaub (PM2,5 und PM10) zu sehen“, so das Landesamt zu den Ergebnissen. Diese können für die Stationen des LANUK unter der Internetadresse luftqualitaet.nrw jederzeit abgerufen werden.
Die Geruchwahrnehmungsschwelle ist bei Brandgasen sehr niedrig, so dass sie früh und lange geruchlich wahrgenommen werden können, ohne dass möglicherweise gefährliche Konzentrationen erreicht werden. Entsprechende Warnungen und Empfehlungen durch die Fachleute der Feuerwehr sowie auf offiziellen Kanälen wie zum Beispiel der NINA-Warnapp sollten vorsorglich immer berücksichtigt werden.