

Heimbach/Eifel (Fö). Grund des Besuchs der Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen war die Verteilung des Regionalbudgets auf 24 Kleinprojekte in der LEADER-Region Eifel. 200.775 Euro wurden in 13 der 16 beteiligten Kommunen verteilt. »Noch nie haben wir so viele Anträge gehabt, noch nie so viele Zusagen getätigt. Und doch wäre noch viel mehr möglich, wenn wir mehr Geld hätten«, richtete Stefan Grießhaber, Vorsitzender Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Eifel, einen Appell nach Düsseldorf. Diesen verstand Silke Gorißen sehr wohl, verwies aber auch auf die knappen Kassen überall im Land.
»WIR gestalten Heimat - nachhaltig, resilient, digital«, so der Slogan der LEADER-Region Aachen, eine von 45 ihrer Art im Land. Die LAG ist beim Naturpark Nordeifel e.V. angesiedelt und deren Koordinierungskreis hatte die Qual der Wahl, lagen doch 64 Anträge mit einem Fördervolumen von 590.000 Euro vor. »Gerade die kleinen Projekte sind es, mit denen man so viel vor Ort bewegen kann. Denn sie sind nah am Menschen, von den Einwohnern selbst initiert und erfahren daher eine große Akzeptanz«, weiß Silke Gorißen. Mit einigen Beispielen ist sie kürzlich nach Brüssel gereist, um dem Europäischen Parlament die Bedeutung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums ist, aus dem die Gelder generiert werden.
»Die einfache Abwicklung des Regionalbudgets ist für uns Fluch und Segen zugleich. Es vereinfacht das Prozedere für die vielen Initiativen, zwingt uns aber auch dazu, Ideen abzuweisen oder zurückzustellen«, so Regionalmanager Nicolas Gath. Und doch gebe es »Wiederholungstäter«, die bereits mehrfach eine Förderung erfahren haben.
Seit 2020 wird das Regionalbudget unter Mitfinanzierung durch die Kreise Düren und Euskirchen sowie die Städteregion Aachen bereitgestellt. Kleinprojekte mit einem maximalen Umfang von 20.000 Euro werden mit einer 80-prozentigen Förderung unterstützt.Und so gibt es kaum noch einen Ort, der keine »Kleinprojekt«-Förderung vorzuweisen hat.
Aufwertung des Kall-Trail durch einen Hörstein in Vossenack - 5800 Euro
GNSS-Empfänger für zielgenaue Suche der Kitzrettung Hürtgenwald - 838 Euro
Boule- und Gemeinschaftsplatz Mützenich - 4660 Euro
Sonnen- und Regenschutz für Veranstaltungen in Höfen - 5500 Euro
Sanierung und Schallschutz des Fußbodens im Saal Hütten in Rott - 12.050 Euro
Sanierung der Jugendräume im Dorf-Gemeinschaftshaus Eicherscheid - 8.500 Euro
Interaktiver Waldlehrpfad im Rurtal (Eifelverein Einruhr/Erkensruhr) - 7000 Euro
Aufwertung des Gemeindesaals in Hammer - 2066 Euro
www.leader-eifel.de




