

Simmerath (Fö). Über ein Preisgeld von 1000 Euro darf sich der Verein für Heimat- und Dorfgeschichte Rurberg-Woffelsbach freuen. Die Initiatoren um Walter Lauscher, Sander Lutterbach und Bruno Nellessen erforschen seit vielen Jahren die Geschichte der beiden Orte. Immer wieder gab es Ausstellungen dazu, etwa kürzlich zum 110-jährigen Bestehen der Wendelinuskapelle in Woffelsbach. Nun sollen sämtliche Artikel über die Rursee-Orte aus den Jahren 17880 bis 1940, die damals im »Montjoie´r Volksblatt« zu lesen waren, in einem Buch zusammen gefasst werden. Dafür gibt es eine Finanzspritze von 1000 Euro.
1978 gründete sich der Gemeindeschützenverband Simmerath als lockerer Zusammenschluss der Schützenvereine im Gemeindegebiet. Dieser pflegt nicht nur Kameradschaft und Zusammenhalt untereinander, sondern widmet sich auch der Aufarbeitung der Geschichte. Eine bestehende Chronik wurde nun intensiv aufgearbeitet, um das lebendige Vereinsleben für die Nachwelt zu erhalten. Die aufwendige Chronik, für die Helmut Kaulard und Sabrina Schrey verantwortlich zeichnen, soll als Buch erscheinen - dafür gab es Platz zwei beim Heimatpreis 2022 und damit verbunden 1500 Euro.
Platz eins beim Heimatpreis geht an das Ortskartell Strauch. Mit dem Projekt »Lebendige Mitte« wurde und wird der Dorfplatz als offene Begegnungsstätte attraktiv gemacht. Dafür wurde unter anderem eine Wildblumenwiese zur Steigerung der ökologischen Vielfalt angelegt, der Spielplatz mit Kleinkinderspielgeräten und Sitzmöglichkeiten aufgewertet sowie eine Informationstafel zur Straucher Dorfgeschichte aufgestellt. Besonders viel Arbeit kostete Christoph Breuer, Martin Greuel, Peter Greuel, Daniel Scheen-Pauls und deren Mitstreitern das Pflastern des Bodens der Festzelterweiterung am Pfarrheim. Bereits 2021 war die Schotterfläche des Dorfplatzes - stolze 350 Quadratmeter - mit altem Pflaster befestigt.
Heimat ist Lebensqualität und schafft Verbundenheit in Zeiten, wo uns Vieles zu trennen scheint. Die Landesregierung fördert Initiativen und Projekte, die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft und damit Heimat stärken.
Nach der erfolgreichen ersten Förderperiode 2018 bis 2022 setzt auch die neue Landesregierung die Heimatförderung fort. Für die Jahre 2023 bis 2027 stehen voraussichtlich jährlich rund 33 Millionen Euro für die Gestaltung der Heimat vor Ort, in Städten und Gemeinden und in den Regionen zu Verfügung.



