

Konzen (Fö). Wann ist ein Haus alt? Diese Frage stellten sich die Chronisten des Eifelvereins Konzen, als sie für ihr Mitglieder-Heft Erkundungen über Häuser in der Blumgasse anstellten. »Es gibt so viel zu erzählen über alte Häuser aus Konzen - da kann man ein Buch mit füllen«, war schnell einhellige Meinung und so entstand ein 150-seitiges Werk mit dem Titel »Die alten Häuser von Konzen und deren Bewohner«. »Wir haben alle Häuser erfasst, die bis 1909 errichtet wurden, denn aus diesem Jahr stammt die erste gedruckte Einwohnerliste des Ortes«, erklärt Günter Krings. Er hatte schon in mühevoller Kleinarbeit die Daten zum »Ortsfamilienbuch« zusammengetragen, das 2011 erschienen ist. Ernst Palm machte sich unterdessen auf die Suche nach alten Fotos der Bauwerke und deren einstigen Bewohnern, denn von den 144 beschriebenen Häusern steht nur noch rund eine Handvoll.
Eines von ihnen steht auf Aderich und wird von Dieter Call bewohnt. »Ich habe durch die Recherchen des Eifelvereins einiges Neues erfahren«, freut er sich. 1877 soll es erbaut worden sein und hat schon verschiedenen Familien gehört.
Katasterauszüge aus der damaligen Zeit lassen besser verstehen, wo die Häuser einst gestanden haben und wie sich das Dorf seither entwickelt hat.
»Rund um die Kirche haben Anfang des 20. Jahrhunderts fünf Familien mit über 40 Menschen gelebt - was meint Ihr, was da los war«, rechnet Günter Krings vor.
»Durch dieses Buch können familiäre Verbindungen besser verstanden werden«, weiß auch Karl-Heinz Huppertz, der dem Eifelverein vorsteht. Bei ihm (Tel. 0151/70528269, E-Mail info@eifelverein-konzen.de) ist das Buch zum Preis von 20 Euro ebenso erhältlich wie bei Günter Krings und Ernst Palm.
»Wann die Häuser tatsächlich gebaut wurden, entzieht sich unserer Kenntnis, da Neubauten damals nicht erfasst wurde«, beklagt Krings. Man hätte aber beim Abriss Baumproben nehmen können und anhand des Fälljahres der Bäume das Alter des Hauses bestimmen können. »Auch wäre interessant, seit wann es Dachpfannen gibt und wie alt die sind - aber das ist wieder eine Geschichte für sich«, gehen den Geschichtsforschern im Eifelverein die Ideen nicht aus.
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