

Simmerath. Wie wird aus einem einfachen Holzhaus ein intelligentes und energieeffizientes Gebäude? Mit dieser Frage beschäftigten sich zwölf Schüler der 7. bis 9. Klassen beim ersten Technik-Sommercamp von FH Aachen und Handwerkskammer Aachen in Simmerath. Eine Woche lang lernten sie Handwerk und Elektrotechnik kennen und setzten ihr Wissen direkt praktisch um. Gemeinsam bauten sie zwei Holzhäuser zu Smart Buildings aus.
Dabei ging es nicht nur um Technik: Die Jugendlichen konnten auch herausfinden, welcher berufliche Weg zu ihnen passt. Studium oder Ausbildung? Im Technik-Sommercamp konnten sie beides kennenlernen.
In zwei Teams mit jeweils sechs Schülern arbeiteten die Jugendlichen unter Anleitung von Professoren der FH Aachen und Handwerksmeistern der HWK an den Holzhäusern. Sie installierten unter anderem Solarmodule und beschäftigten sich mit Energiesparsystemen und der Programmierung technischer Komponenten. Ziel war es, am Ende ein funktionierendes Smart Home zu entwickeln.
Beim Sommercamp erleben Jugendliche, welche Aufgaben in einem modernen Handwerksberuf auf sie zukommen und welche Perspektiven ein Studium im technischen Bereich bietet. Gleichzeitig lernen sie, wie eng beide Bereiche bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Energiewende und nachhaltigem Bauen zusammenarbeiten.
»Viele junge Menschen wissen in der achten oder neunten Klasse noch nicht, wohin ihr beruflicher Weg führen soll. Das ist völlig normal«, sagt Prof. Dr. Isabel Kuperjans, Prorektorin für Forschung, Innovation und Transfer der FH Aachen. »Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, sich auszuprobieren und ihre eigenen Interessen zu entdecken.«


