

Konzen/Region (Fö). Zur letzten Ferienfreizeit auf dem Konzener Schulgelände waren nicht nur die heutigen Verantwortlichen - Bürgermeisterin Dr. Carmen Krämer und der pädagogische Leiter Daniel Mertens, sondern auch deren Vorgänger und einstigen Initiatoren aus dem Jahre 2011, Margareta Ritter und Marita Delvenne gekommen. »Persönlich betroffen habe ich damals den Bedarf erkannt, dass man in den Ferien etwas anbieten muss«, erinnert sich die frühere Monschauer Bürgermeisterin. Damals wie heute engagiert unterstützt von den Fachleuten im Rathaus, Andrea Compes und Britta Lambertz, hatte man in der Jugendherberge Hargard eine hervorragende Infrastruktur gefunden. »Wir hatten uns eine Menge überlegt und waren dankbar, dass Marita Delvenne damals schon direkt einwarf, dass die Kinder vor allem Raum zum freien, individuellen und kreativen Spiel bekommen. Ein Erfolgsrezept bis heute - ebenso wie die Betreuung durch ehrenamtliche Kräfte - oft sind es junge Menschen, die vor Jahren selbst die Ferienfreizeit besucht haben. Nach Stationen am Konzener Sportpark und in der Höfener Grundschule ist die Konzener Schule nun Schauplatz des wuseligen Treibens mit mehr als 100 Kindern.
Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 tritt in Nordrhein-Westfalen eine gesetzliche Regelung in Kraft, die zugunsten der Eltern eine verbindliche Ferienbetreuung für mindestens acht Wochen/Jahr sicherstellt. »Da der Förderverein das nicht mit dem hauptsächlich ehrenamtlichen Personal stemmen kann, übergeben wir die Aufgabe der Ganztagsferienbetreuung an den Trägerverein zur Betreuung von Monschauer Grundschulkindern e. V.«, erklärt Andrea Compes. So wird es im Sommer wieder in Konzen ein Angebot geben, voraussichtlich weiter unter pädagogischer Leitung von Daniel Mertens und Fachkräften der Offenen Ganztagsschulen. »Wir starten an einem Standort und Konzen hat sich bewährt«, so Mertens, der selbst im Hauptberuf an der OGS Konzen tätig ist. »Ich führe derzeit Gespräche, um auch künftig junge Ehrenamtler einbinden zu können. Das ist für die Jugendlichen sehr bereichernd und ermöglicht uns ein breiteres Angebot für die Kinder«, glaubt er. Auch Magga Ritter rät zu diesem Schritt, damit die Kinder tatsächlich einen Unterschied erkennen zwischen schulischer OGS und der künftigen Ferienfreizeit.
Schmidter Grundschulkinder werden künftig in Nideggen betreut - drei Wochen in den Sommerferien, eine in den Herbstferien, in den Weihnachtsferien nach Neujahr und in den Osterferien durchgängig. In der letzten Woche der Sommerferien wird nur für Schulneulinge geöffnet, so können diese sich schon einmal in der Schule ein wenig umsehen und die Erzieher kennenlernen.
Die Gemeinde Hürtgenwald bietet bereits seit mehreren Jahren eine verlässliche Ferienbetreuung über insgesamt zehn Wochen im Jahr an ihren Grundschulen an. »Besonders wichtig ist uns dabei, dass dieses Angebot allen Kindern offensteht – nicht nur den Schülern der OGS, sondern der gesamten Schulgemeinschaft«, so Bürgermesiter Stephan Cranen. Mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Düren gibt es einen erfahrenen und engagierten Maßnahmeträger an unserer Seite, der die Planung und Durchführung verantwortet. So ist etwa für die Sommerferien eine Betreuung von jeweils drei Wochen an den Grundschulstandorten in Vossenack und in Gey vorgesehen.
In der Gemeinde Simmerath wurde eine Bedarfsabfrage gemacht. Vorgesehen ist eine Öffnung der Ferienbetreuung in den Oster- und Herbstferien, in den ersten drei Wochen der Sommerferien sowie zusätzlich in einer Woche in den Weihnachtsferien. Die Anmeldung zur Ferienbetreuung soll wochenweise erfolgen, um eine flexible, bedarfsgerechte und wirtschaftliche Organisation zu ermöglichen. Die Ferienbetreuung soll abhängig von den Anmeldungen an einem oder mehreren Schulstandorten stattfinden.
Der Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder der ersten Klasse wird in Roetgen durch den Träger INVIA zuverlässig sichergestellt. Damit ist gewährleistet, dass Familien eine verlässliche Betreuung für ihre Kinder erhalten. Ergänzt wird dies um private Ferienangebote.
Übrigens: Die Ferienangebote des Jugendamtes der Städteregion Aachen wie der Circus Soluna erfolgen zusätzlich zur gesetzlichen Verpflichtung der Kommunen.



