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Bap kehrten nach 16 Jahren zurück

Euskirchen. Da die großen Bühnenaufbauten nicht ins City-Forum passten, spielte Bap in Euskirchen in kleinerem Ambiente. Für die Musik galt das allerdings keinesfalls. Und auch die Bühne war trotzdem gelungen.

„Wer von euch war vor 16 Jahren dabei?“, fragte Wolfgang Niedecken das Publikum im Euskirchener City-Forum. 2002 musizierte Bap zum bis dato letzten Mal in der Kreisstadt. Allerdings konnte sich der Frontmann noch gut erinnern. Zum Beispiel an den Euskirchener Polizeichor, der damals extra für die beiden Weihnachtskonzerte gegründet wurde und mit der Band unter anderem „Weihnachtsnaach“ gesungen hat. Seinerzeit war Bap mit der „Aff un zo“-Album auf Tour, dessen Cover die Euskirchener Soda-Brücke ziert. Inzwischen hat Niedecken die Band mehrfach umgebaut. Von der damaligen Besetzung ist nur noch Keyboarder Michael Nass übrig – und Bassist Werner Kopal, der aber auf der aktuellen Tour krankheitsbedingt ausfällt und durch Marius Goldhammer ersetzt wird.

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Erstmals dabei hingegen ist eine dreiköpfige Bläsersektion. Axel Müller (Saxophon), Christoph Moschberger (Trompete) und F. Johannes Goltz (Posaune) verleihen vielen Songs eine neue Klangfarbe und kräftigen Druck. „Diss Naach ess alles drinn“ etwa beginnt und endet mit einem Trompetensolo. Die Instrumental-Hookline bei „Frau ich freu mich“ bekommt durch die Bläser den richtigen Drive verpasst. Und auch das Sax-Solo von Axel Müller hebet den Song auf eine hohe Stufe. Eine amüsante Einlage liefern die drei Bläser, als sei mitten in „Rot-wiess-blau querjestriefte Frau“ wie eine mexikanische Straßencombo einmal quer über die Bühne marschieren und „Ring of Fire“ intonieren. Überhaupt gehört der Song zu einem der zahlreichen Höhepunkt des Abends. Der Song ist voller Dynamik, die Band hat Bock zu spielen und auf die Videowand wird das Ambiente einer alten, urigen Kneipe projiziert. Auch Gitarrist Ulrich Rode, Jahrgang 1974, und Drummer Sönke Reich, Jahrgang 1983, drücken den Songs von Wolfgang Niedecken, Jahrgang 1951, unverkennbar ihren eigenen rockig-erdigen und kratzigen Stempel auf. „Jupp“ etwa wurde dezent modernisiert. Beginnend mit Ulrich Rodes Solo an der Akustik-Gitarre geht der Song in das Cello-Spiel von dessen Frau Anne de Wolff über. Nach einem eindringlichen Drum-Solo am Schluss des Stücks ruhigen explodiert Rode letztlich an der E-Gitarre.

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Ebenso eindringlich gelingt „Bahnhofskino“, bei dem Niedecken durch eine Lichtdusche illuminiert wird. Hier pressen Rode und Reich am Schluss ebenfalls Töne aus ihren Instrumenten, die direkt in die Zuhörer eindringen. Ebenfalls frisch und modern klingt „Anna“, dem die Musiker reichlich Dynamik verpassen. Aber sie können auch anders. Der „Chippendale Desch“ kommt luftig und entspannt daher. „Verdamp lang her“ gerät zwar etwas langweilig, ist und bleibt für das Publikum aber der gefeierte Song schlechthin. Überhaupt steht die Musik im Mittelpunkt. Wolfgang Niedecken macht an diesem Abend nicht viele Worte. Vor dem ersten Abgang von der Bühne spielen Bap die beiden vielleicht wichtigsten, mit Sicherheit jedoch aktuellsten Songs der Abends: „Kristallnaach“ und Arsch huh“. Auch sehr eindringlich wirkt der Schluss der „Kristallnaach“ mit einem harten Schlag auf die Trommeln und gleichzeitig gleißendem Licht in die Gesichter der Zuschauer. Nach über drei Stunden Konzert dürfen die Zuschauer bei „Jraaduss“ nochmal lautstark mitsingen – und hoffen, dass der nächste Besuch der Band in Euskirchen schneller erfolgt.

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Am heutigen Mittwoch, 31. Oktober, wird das Bap-Konzert ab 20 Uhr aus dem Kölner Palladium übrigens auf www.bap.de und der Facebook-Präsenz der Band live übertragen.

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Kommentar von Spangenberg M&S
Zur freundlichen Kenntnisnahme
Kommentar von A
Wo hat denn BAP jetzt gespielt?

Guter Wein, schlechte Manieren

Cochem. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen Urkundenfälschung der Prozess gemacht. Der Mann soll über einen polnischen Führerschein verfügt haben, ihm soll jedoch die Fahrerlaubnis am 11. Oktober 2018 entzogen worden sein. Er soll dennoch, unter anderem am 27. April 2021, mit seinem Pkw unterwegs gewesen sein. Dabei soll der Angeklagte an beiden Nummernschildern des Autos zuvor an die Stelle des amtlichen Siegels zwei runde Aufkleber mit der Aufschrift »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« geklebt haben, um im Straßenverkehr eine amtliche Zulassung vorzutäuschen und den fehlenden Versicherungsschutz zu verschleiern. Tatsächlich soll der Pkw, so die Anklageschrift, aber schon im Januar 2020 abgemeldet worden sein. Die Aufkleber »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« werden auf Weinflaschen angebracht, die bei einer Qualitätsprüfung besonders gut abgeschnitten haben. Woher der Angeklagte den Aufkleber hat oder ob er ihn eventuell von einer Flasche abgetrennt hat, geht aus der Mitteilung des Amtsgerichtes Cochem nicht hervor. Für den Prozess vor dem Amtsgericht kann sich der Angeklagte den Satz des antiken, griechischen Lyrikers Alkaios von Lesbos zu Herzen nehmen: »In vino veritas«, was auf Deutsch heißt: »Im Wein liegt die Wahrheit.« Strafrechtlich droht dem Mann laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Bericht folgt. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen…

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