gepostet von Nikolas Leube

Kommunen und Partner beschließen Kauf der Bitburger Housing

Bitburg. Kommunen, Zweckverband und BImA haben sich auf den Ankauf des rund 57 Hektar großen Housing-Geländes geeinigt und damit die Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen.
Städtebauliches Zielbild Bitburg Housing (Entwürfe: Quartiersmanufaktur)

Städtebauliches Zielbild Bitburg Housing (Entwürfe: Quartiersmanufaktur)

Bild: Stadt Bitburg

Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die kommunalen Partner auf einen Kaufvertrag für das Bitburger Housing-Gelände verständigt. Der Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm, der Stadtrat Bitburg sowie die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Flugplatz Bitburg stimmten dem Vertragsentwurf in einer gemeinsamen Sitzung am 23. März zu.

Gegenstand des Erwerbs ist das rund 57 Hektar große Gelände mit insgesamt 75 Gebäuden. Dazu zählen 44 ehemalige Mannschaftsgebäude sowie weitere Einrichtungen wie Schulen, eine Kindertagesstätte, ein Einkaufszentrum, eine Feuerwehr und ein Krankenhaus.

Landrat Andreas Kruppert erklärte: „Mit der Einigung über den Erwerb des Geländes ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Housing Bitburg erreicht. Damit ist die Verfügbarkeit über das Gelände gesichert und der Zweckverband kann, gemeinsam mit den Entwicklungsgesellschaften die Erarbeitung eines tragfähigen Konzeptes sowie die spätere Umsetzung mit aller Kraft vorantreiben.“

Für den Ankauf hat der Zweckverband Flugplatz Bitburg die Objektgesellschaft Bitburg Housing GmbH gegründet. Diese übernimmt als hundertprozentige Tochtergesellschaft die Entwicklungsflächen des Geländes, darunter Flächen für Wohnen, Gewerbe und Freizeit sowie mehr als 40 Wohngebäude und weitere Sonderbauten.

Der Zweckverband selbst übernimmt die Infrastrukturflächen zur übergeordneten Erschließung sowie öffentliche Grün- und Retentionsflächen. Der Eifelkreis erwirbt die ehemalige High-School mit Lehrwerkstatt und Turnhalle samt Parkplätzen. Die Stadt Bitburg wird Eigentümer der Sportanlagen mit Tennisplätzen, Skateranlage und ehemaligem Baseballfeld sowie des Kindergartens. Für diese öffentlichen Nutzungen gewährt die BImA Kaufpreisabschläge in Höhe von insgesamt rund 1,2 Millionen Euro.

Im Zuge der weiteren Entwicklung sind rund 100 geförderte Wohnungen geplant. Die BImA gewährt hierfür pro neu geschaffener Einheit einen Abschlag von 35.000 Euro, insgesamt 3,5 Millionen Euro. Jan Eitel, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Bitburg Housing GmbH, bezeichnete den Ankauf als Meilenstein für die künftige Entwicklung.

Bis Oktober 2026 soll ein Konversionskonzept als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren beschlossen werden. Ab dem zweiten Halbjahr 2026 ist der Beginn der Erschließungsplanung vorgesehen. Für die Aufwertung öffentlicher Flächen erhält der Zweckverband eine Förderung von 75 Prozent aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“.

Auf dem Gelände ist die Entwicklung eines neuen Quartiers geplant, das bezahlbaren Wohnraum und Flächen für Gewerbe bietet. Auch die stellvertretenden Verbandsvorsteher Heiko Jakobs und Janine Fischer begrüßten die Einigung und die gemeinsame Entwicklung des Projekts für die Region.