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Edith Billigmann

Tüftler Thomas weiß, wie's geht

Seinsfeld. (edi) Punktlandung: Mit der Erfindung eines stabilen Sixpacks hat Thomas Weser nicht nur die Weltfirma Coca-Cola beeindruckt.
Thomas Weser ist als Forscher und Entwickler europaweit für die Getränkeindustrie unterwegs. Mit seiner patentierten Erfindung, dem WEHOPack-System, kann er den ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren.

Thomas Weser ist als Forscher und Entwickler europaweit für die Getränkeindustrie unterwegs. Mit seiner patentierten Erfindung, dem WEHOPack-System, kann er den ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren.

Bild: Edith Billigmann

Der kleine Eifelort Seinsfeld ist bekannt für seine landschaftliche Schönheit. Doch er hat noch viel mehr zu bieten, beispielsweise beheimatet er erfinderische Köpfe wie den Tüftler Thomas Weser. Der nämlich hat ein Patent angemeldet, an dem weltweite Markenfirmen mehr als nur interessiert sind.

Mit der Erfindung eines stabilen Sixpacks, das durch seine besondere Konstruktion in Kästen transportiert werden kann, hat Thomas Weser nicht nur die Weltfirma Coca-Cola beeindruckt, sondern konnte damit auch Unternehmen auf dem heimischen Markt gewinnen.

Entwickler und Forscher

Ein Sixpack, sofern es nicht zu einem muskulösen Body gehört, hört sich erst einmal nicht sonderlich spannend an. »Was macht denn Ihre Erfindung so besonders?«, haben wir ihn gefragt. »Es ist eigentlich ganz simpel«, sagt Weser und erklärt: Weil seine Sixpacks in herkömmliche Raster- sowie Pinolenkästen passen und äußerst stabil sind, bewahren sie vor Glasbruch und - ein ganz entscheidender Punkt - machen Zusatzfahrten von Lkws überflüssig. Und damit sparen die Firmen Zeit und nicht unerheblich Geld.

Zitat Thomas Weser: "Vor einigen Jahren ist mir aufgefallen, dass es im Bereich der Getränkeverpackungen wie für Bier und Limonaden ein großes Problem gibt: Man kauft sich ein Sixpack, nimmt die erste Flasche aus dem Wrap Around und schon fallen die restlichen Flaschen ungewollt aus der nun instabilen Papp-Verpackung. Nicht selten zerbrechen dabei die Glasflaschen."

Als Forscher und Entwickler ist der 62-Jährige europaweit für die Getränkeindustrie zuständig In seine Arbeit bringt er eine große Portion Leidenschaft für Innovation und Umweltbewusstsein ein. Besonders wichtig ist ihm die Einhaltung der FSC-Standards, ein internationales Zertifizierungssystem für Nachhaltigkeit. »Und die ist nicht nur ein Ziel, sondern ein integraler Bestandteil meiner Arbeitsweise«, betont er. Mit seiner Firma hat sich der Tüftler in der ehemaligen Dorfschule in Steinborn angesiedelt.

 

Ein starkes Pack-System

Mit seinem WEHOPack-System unterscheidet sich Thomas Weser ganz bewusst von herkömmlichen Verpackungssystemen wie dem »Wrap Round«, bei dem das Produkt umwickelt ist, und den »Open Basket«-Flaschenträgern aus Pappe. »Diese beiden Verpackungen werden bei der Entnahme einzelner Flaschen instabil«, erklärt er. Außerdem werden sie ohne Kasten (auf einem Tray) geliefert. Das erfordere aber den Einsatz eines zusätzlichen Lkws, extra beladen mit leeren Kästen, um das Leergut wieder abzuholen. »Ein Umweltwahnsinn«, sagt er und schüttelt den Kopf. »Meine Cluster werden direkt im Kasten ins Geschäft geliefert, was nicht nur effizienter ist, sondern auch den ökologischen Fußabdruck reduziert.«

Zitat Thomas Weser: "Die Besonderheit des WEHOPacks ist seine spezielle Schlitzung, die es ermöglicht, das Gebinde in allen handelsüblichen Kästen zu transportieren, nicht nur in Pinolen-, sondern auch in klassischen Rasterkästen."

Zitat Thomas Weser: "Stabilität und Umweltschutz stehen an erster Stelle. Durch die besondere Form des Topclips werden die Flaschen stabil gehalten. Der Topclip benutzt dafür spezielle Zähne, die die Flaschen oben am Kronkorken greifen, und zusätzlich noch einen weiteren Ring aus Pappe, der verhindert, dass die Flaschen bei der Handhabung außerhalb des Kastens aneinanderstoßen."


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