Nico Lautwein

Volksbank Trier Eifel: Wachstum und stabile Impulse für die Region

Region. Die Volksbank Trier Eifel eG konnte im Jahr 2025 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erzielen. Das Wachstum und der starke Fokus auf regionale Projekte soll die Markposition untermauern.
Vorstands-Bild

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Bild: Volksbank Trier Eifel

Die Genossenschaftsbank hat ihre Marktposition im vergangenen Geschäftsjahr weiter gefestigt und ein solides Ergebnis erzielt, trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Die Bilanzsumme stieg um rund 343 Millionen Euro auf knapp 5 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 7,3 Prozent entspricht – ein Volumen, das in etwa den Jahresausgaben einer mittelgroßen deutschen Stadt, wie Frankfurt am Main, entspricht.

Wirtschaftlicher Ausblick

Ein spürbarer wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland lässt weiterhin auf sich warten. Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für 2026 auf ein Wachstum von lediglich 1,0 Prozent gesenkt. Auch die Wirtschaftsweisen rechnen nur mit einem Plus von 0,9 Prozent. Deutschland bleibt damit hinter anderen großen Industrienationen zurück. Insbesondere Industriebranchen stehen weiterhin unter Druck, während geopolitische Unsicherheiten, hohe Energiepreise und eine insgesamt gedämpfte Investitionsbereitschaft die wirtschaftliche Dynamik bremsen. In diesem Umfeld gewinnen stabile regionale Banken, nachhaltige Investitionen und verlässliche Finanzierungslösungen zunehmend an Bedeutung.

Zahlen und Fakten

Das Kundenwertvolumen entwickelte sich ebenfalls positiv und erhöhte sich um 754 Millionen Euro auf 11,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,3 Prozent. Das umfasst sowohl die vergebenen Kredite als auch sämtliche Geldanlagen im eigenen Haus und bei den Verbundpartnern.

Im Kreditgeschäft bleibt die Bank ein starker Partner für Privatkunden, Unternehmen und den Mittelstand. Die Kundenkredite konnten um 374 Millionen Euro bzw. 10,2 Prozent auf über 4,0 Milliarden Euro gesteigert werden. Ein wichtiger Faktor waren die über 7.300 neu abgeschlossenen Kredite mit einem Volumen von knapp 1,2 Milliarden Euro. Die Kredite verteilen sich gleichmäßig auf Wohnungsbaufinanzierungen und gewerbliche Finanzierungen.

Die Kundeneinlagen stiegen um 206 Millionen Euro auf einen neuen Höchststand von 3,5 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 6,2 Prozent entspricht.

Starke regionale Wertschöpfung und Engagement

Die Volksbank Trier Eifel eG trägt erheblich zur Wertschöpfung in der Region bei. Allein die Netto-Gehaltszahlungen beliefen sich auf 21,72 Millionen Euro, dazu kamen Lohnsteuerzahlungen in Höhe von 6,73 Millionen Euro.

Ein weiteres Zeichen für das gesellschaftliche Engagement setzte die Bank mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 1.218.300 Euro in der Region. Mit Sponsorings und Spenden, insbesondere in den Bereichen Sport, Kultur und Bildung, zeigte die Volksbank ihr starkes regionales Engagement.

Besonders hervorzuheben ist das Gewinnsparen. Über 591.000 Euro wurden über die Gewinnsparlotterie für gemeinnützige Projekte bereitgestellt. Sport- und Kulturprojekte sowie Bildungs- und soziale Initiativen profitierten maßgeblich von diesem Engagement.

Großprojekte mit Impact für Trier und die Region

Die Volksbank Trier Eifel Beteiligungs GmbH treibt gezielt Projekte voran, die einen messbaren regionalen Mehrwert schaffen. So entsteht in der Heidweilerstraße in Zemmer ein neues Wohnquartier mit 23 Wohneinheiten, das 2027 fertiggestellt werden soll. Weitere Projekte in Prüm und Dudeldorf konzentrieren sich ebenfalls auf den dringend benötigten Wohnraum.

In Trier wird derzeit das Quartier Ostallee entwickelt, das nicht nur modernen Wohnraum bietet, sondern auch den neuen Hauptsitz der Volksbank Trier Eifel eG und weitere städtische Einrichtungen beherbergen wird. Der Baubeginn des Projekts Güterstraße in Bitburg ist ebenfalls für Frühjahr 2026 vorgesehen und umfasst ein modernes Gewerbe- und Dienstleistungszentrum.

Präsenz vor Ort: Bargeldversorgung, Wirtschaftlichkeit und Nähe zu unseren Mitgliedern

Trotz des bundesweiten Trends sinkender Geldautomatenzahlen setzt die Volksbank Trier Eifel weiterhin auf eine bedarfsgerechte Bargeldversorgung in der Region. Neue Selbstbedienungs-Pavillons wurden unter anderem in Föhren, Konz und Diedenhofen installiert.

„Wichtig ist für uns, dort präsent zu sein, wo wir aktiv genutzt und mit hoher Frequenz nachgefragt werden“, erklärt Vorstand Peter Michels.

Attraktiver Arbeitgeber, regionale Verantwortung und moderne Beratung

Neben ihrer wirtschaftlichen Stärke positioniert sich die Volksbank Trier Eifel zunehmend als Arbeitgeber in der Region. Mit 596 Mitarbeitenden, darunter 50 Auszubildende und 30 Neueinstellungen im Berichtsjahr, investiert die Bank in Nachwuchs und langfristige Bindung von Fachkräften. Die Bank setzt auf regionale Verwurzelung und bietet Karriereperspektiven im Finanzbereich.

Immobiliengeschäft: Marktführer in der Region

Im Immobiliengeschäft konnte die Tochtergesellschaft der Bank, die Volksbank Immobilien GmbH, ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. 311 vermittelte Objekte mit einem Umsatz von über 83 Millionen Euro unterstreichen die Marktposition.

Quelle: Jahresbericht


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