Frederik Scholl

Der Marktplatz wird das Herzstück

Bad Münstereifel (FS). In zwei Bürgerworkshops informierte das City-Management Bad Münstereifel am vergangenen Samstag über die Pläne der Stadt zur Neugestaltung der durch das Hochwasser schwer beschädigten Kernstadt. Neben ihrer Zustimmung äußerten die teilnehmenden Bürger auch Bedenken.
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City-Manager  Dr. Sven Wörner moderierte die Bürgerworkshops, die am vergangenen Samstag im Ratssaal Bad Münstereifel stattfanden. Foto: Scholl

City-Manager Dr. Sven Wörner moderierte die Bürgerworkshops, die am vergangenen Samstag im Ratssaal Bad Münstereifel stattfanden. Foto: Scholl

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Bad Münstereifel (FS). In einer Einführung stellten City-Manager Dr. Sven Wörmer, sowie die Planer Thomas Wündrich und Christian Lorenz die Pläne für die Neugestaltung der Kernstadt vor. Unter anderem müssen die Bereiche an der Erft zwischen Wertherstraße und Orchheimer Straße neu gepflastert werden. Hierbei setzen die Planer auf ein Mischkonzept. Dabei sollen sowohl Pflastersteine aus behandelter Grauwacke als auch aus etwas dunklerem Basalt im Bereich der größeren Plätze zum Einsatz kommen. Beide Pflasterarten sind gesägt und geflammt und sind somit barrierearm. Lediglich in den äußersten Randbereichen soll mit Steinen aus dem vorherigen Bestand gepflastert werden. »Herzstück wird der Marktplatz«, betonte Landschaftsplaner Thomas Wündrich. Der Platz soll nutzbar für Feste sein. Befürchtungen einiger Bürger, dass der Platz künftig nicht mehr durch Autos, wie beispielsweise den Lieferverkehr befahrbar sein werde, räumte Wündrich aus.

Lob und Kritik zum Thema Freitreppe

Die Planungen sehen zudem ein Freitreppe in der Wertherstraße vor, die einen direkten Zugang zum Fluss bieten und ihn somit »intensiver erlebbar« machen soll, ohne jedoch den Hochwasserschutz zu beeinträchtigen. Hier befürchten einige Bürger, die am Workshop teilnahmen, dass es durch die Freitreppe mit den geplanten Sitzstufen und damit ihrer Funktion als Treffpunkt zu Lärmbelästigungen kommen könnte, oder dass die Verletzungsgefahr durch achtlos in die Erft geworfene Glasflaschen steige. Gerade, wenn dort der direkte Zugang zum Wasser gewährt werde. Aber es gab auch durchweg positive Reaktionen auf die Freitreppe. So biete diese sowohl Gästen als auch Anwohnern eine alternative Verweilmöglichkeit, ohne, dass man zwangsläufig einen Platz in der Gastronomie benötige. (Wie und ob der Stadtrat am gestrigen Dienstag zum Tagesordnungspunkt Freitreppe entschieden hat, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest). Selbstverständlich wurde auch ein mögliches Hochwasserschutzkonzept in den Workshops thematisiert, allerdings sei dieses laut Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian in einem größeren Zusammenhang zu sehen. So soll es für bestimmte Bereiche der Kernstadt ein mobiles Hochwasserschutzsystem geben. Ein Schwerpunkt werde jedoch auch die Bereiche flussaufwärts vor der Stadt betreffen, damit im Ernstfall gar nicht erst soviel Wasser in der Stadt ankomme.

Wiedereröffnung ab Sommer geplant

Weiterhin wurden in den Workshops unter anderem die Bepflanzung der Kernstadt mit Bäumen und die Parkraumgestaltung thematisiert. Ziel der gesamten Planungen für die Neugestaltung der Kernstadt sei, dass, in Kooperation mit dem Cityoutlet und dem Stadtmarketingverein, im Sommer die Geschäfte in der Kernstadt wiedereröffnen können, betont das City-Management.