Frederik Scholl

Viele »Verletzte« nach Verpuffung

Großbüllesheim (PP). Während einer Katastrophenschutzübung trainierten 250 Einsatzkräfte den Umgang mit einem Massenanfall von Verletzten.

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Am besten ist, wenn so etwas gar nicht erst passiert. Wenn sich dann aber doch ein Unglück mit vielen Verletzten ereignet, ist es besser, wenn alle Retter wissen, was zu tun ist. Daher probten jetzt rund 250 Einsatzkräfte den Ernstfall. Gastgeber für die Übung war die Peter Greven Physioderm GmbH, die dafür ihr Gelände im Großbüllesheimer Gewerbegebiet zur Verfügung stellte.

Das erdachte Szenario für die Übung war eine Verpuffung in einer Lagerhalle der Firma. »Dabei gab es eine unklare Anzahl an Verletzten«, so Lars Klein, DRK-Kreisbereitschaftsleiter Einsatzdienste. Neben den Rotkreuzlern waren zudem noch Einsatzkräfte des Malteser Hilfsdienstes, des Technischen Hilfswerks (THW), der Feuerwehren sowie der unteren Katastrophenschutzbehörde und des Rettungsdienstes des Kreises an der Übung beteiligt. Damit Letztere überhaupt teilnehmen konnten, besetzten Ehrenamtliche des DRK deren Rettungswachen mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug.

Verletzte kategorisieren und behandeln

Zudem sorgte das DRK-Team für die Verpflegung der insgesamt 250 Einsatzkräfte vor Ort. Für die hatten die Rotkreuzler am Morgen zunächst eine Präsentation eines Behandlungsplatzes und einer Einsatzeinheit NRW aufgebaut, bevor die richtige Übung losging. Hierbei kam auch der Behandlungsplatz zum Einsatz. Denn dort werden im Ernstfall ebenso wie bei der Übung die Patienten zunächst hingebracht, um dann nach der Schwere ihrer Verletzungen kategorisiert zu werden. »Vor Ort wird auch schon behandelt, bis dann der Rettungsdienst die Patienten zur weiteren Behandlung in die Krankenhäuser bringen kann«, so Kreisbereitschaftsleiter Lars Klein. Als Patienten fungierten Verletztendarsteller, die bei diesen Übungen regelmäßig vom Euskirchener DRK gestellt werden.

So hatte Lars Klein den ganzen Tag über rund 50 Kolleginnen und Kollegen des DRK im Einsatz und konnte am Ende eine durchweg positive Bilanz der Übung ziehen. Auch die Abteilung Gefahrenabwehr beim Kreis Euskirchen war zufrieden und meldete einen erfolgreichen Verlauf der Übung.


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