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Erste Hilfe: Neues Ausbildungskonzept kommt an

Mehr Praxis, weniger Theorie und ein verkürzter Zeitrahmen - seit April dieses Jahres setzt das Rote Kreuz auf ein verändertes Konzept bei der Erste Hilfe-Ausbildung. Der DRK-Kreisverband zieht Zwischenbilanz - und ist mit der Umstellung zufrieden.
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"Hauptansätze sind die Verbesserung der Hilfeleistungsfähigkeit, eine Modernisierung des Medieneinsatzes und ein wesentlich verbesserter Praxisbezug", erklärt Jörg Krömer, Ausbildungsbeauftragter des DRK-Kreisverbands Rhein-Hunsrück. Zudem spiele die Angleichung an das restliche europäische Ausland eine wesentliche Rolle. Die Neuregelung kam zunächst bei der der Ausbildung betrieblicher Ersthelfer zum Einsatz, im Laufe des Jahres schlossen sich immer mehr Gremien dem neuen Regelwerk an. Auch die Erste-Hilfe-Ausbildung für Führerscheinanwärter folgt mittlerweile dem neuen Konzept. „Herausgekommen ist dabei mit dem Rotkreuzkurs ein Kursprogramm mit vielen Möglichkeiten“, schildert Jörg Krömer. Der DRK-Kreisverband Rhein-Hunsrück, der jährlich über 3500 Menschen in Erster Hilfe ausbildet und damit auch im internen Vergleich auf Landesebene kontinuierlich einen vorderen Platz belegt, hat bereits sehr viele Teilnehmer nach dem neuen Konzept geschult. „Sowohl unsere Kursbesucher als auch die Ausbilder empfinden die neue Form der Ausbildung als überaus positiv“, berichtet er von seinen Erfahrungen. „Die Abkehr von langen theoretischen Ausführungen hin zu vielen praktischen Übungen ist allseits beliebt.“ Besonders freut ihn auch, dass es nun ein eigenes zielgruppenorientiertes Konzept für Beschäftigte in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gibt. „ Wir haben hier schon immer ein gutes Angebot gehabt, aber jetzt ist es endlich in eine feste Struktur gebettet.“ Aufgrund der großen Nachfrage werde man sich mit entsprechender Zusatzqualifikation weiterer Lehrkräfte und dem Angebot „offener Kurse“ in diesem Bereich organisatorisch im neuen Jahr noch etwas umstellen, sagt Krömer weiter. In Sachen Organisation hat der Ausbildungsbeauftragte des DRK-Kreisverbands Rhein-Hunsrück eine große Bitte: „Wir haben einige Probleme bei der Online-Anmeldung (www.rhk.drk.de) bedingt durch fehlerhafte Anmeldedaten. Die Recherche und Nachbearbeitung kosten uns viel Zeit. Zeit, die wir lieber in gute und qualifizierte Ausbildung investieren möchten. Daher bitte ein wenig mehr Sorgfalt bei Kursanmeldungen.“ Außerdem weist Jörg Krömer, der parallel seit vielen Jahren im Rettungsdienst tätig ist, darauf hin, dass es noch immer viele Häuser ohne oder mit falschen oder veralteten Hausnummern gibt. Bisweilen gebe es auch kein einheitliches System mit geraden und ungeraden Nummern auf der jeweiligen Straßenseite. Von der Erkennbarkeit im Dunkeln ganz zu schweigen. „Hier liegt Potenzial für gute Vorsätze für das neue Jahr.“