Müllgebühren im Rhein-Hunsrück-Kreis bleiben stabil

Hunsrück/Nahe. Eine erfreuliche Nachricht zum Start ins neue Jahr: Trotz der anhaltenden Inflation werden die Müllgebühren im Kreis zum Jahreswechsel nicht erhöht. Und ab sofort wird die Gelbe Tonne abgeholt.

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Obwohl die Rhein-Hunsrück-Entsorgung (RHE) Anfang 2020 nach 25 Jahren erstmals die Müllgebühren erhöht hatte, wäre eine neuerliche Erhöhung zum neuen Jahr nicht ungewöhnlich gewesen. Denn die allgemeinen Kostensteigerungen treffen auch das Entsorgungsunternehmen. »Trotz dieser Steigerungen, unserem kontinuierlichen Ausbau im Bereich der Erneuerbaren Energien und der bürgerfreundlichen Umstellung von den Gelben Säcken auf die Gelben Tonnen werden wir die Gebühren auf dem bisherigen Niveau beibehalten können«, sagt RHE-Chef Thomas Lorenz.

Hoher Papierpreis hilft, Gebührenniveau zu halten

Interessanterweise ist ein Grund für die stabilen Gebühren, gleichzeitig einer der Gründe für die Erhöhung vor zwei Jahren: Papier. »Im Frühjahr 2020 war der Papierpreis im Keller. Da mussten wir auch beim Altpapier am Markt hohe Einbußen hinnehmen«, sagt Lorenz. »Dann kam Corona und die Papierknappheit; der Preis ist kometenhaft nach oben gestiegen und hat sich auf hohem Niveau stabilisiert.«. Dadurch kann die RHE die sonstigen Kostensteigerungen ausgleichen. 

Zudem konnte man endlich auf Wunsch aus der Bevölkerung mit den Dualen Systemen Deutschlands die Vereinbarung treffen, dass im Kreis die Gelbe Tonne eingeführt wird. Seit September wurden insgesamt über 40 000 Gefäße an alle Haushalte verteilt.  Eine logistische Herausforderung. Am 2. Januar ist die Leerung der Gelben Tonnen gestartet.

Gelbe Säcke wird es dann nur noch in absoluten Ausnahmefällen geben, etwa für Grundstücke, die keinerlei Stellplätze für eine Gelbe Tonne vorweisen können. »Die Gelben Säcke können, wenn man dazu berechtigt ist, über ein Coupon-System bei uns beantragt werden«, sagt Stefanie Simons und verweist auf eine weitere Neuerung, die die RHE seit letztem Jahr auf Wunsch anbietet.

Die Gebühren- und Änderungsbescheide können online eingesehen werden - man kann auf einen postalischen Versand verzichten. »Jeder der diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann über das Kundencenter auf der Homepage der RHE den Auftrag dazu erteilen«, sagt Simons. »Wer weiterhin seinen Gebührenbescheid per Post erhalten möchte, braucht nichts weiter zu tun. Mit dem Online-Gebührenbescheid können aber jährlich  deutliche Mengen an Papier und Porto eingespart werden.«

Die RHE freut sich auf eine rege Teilnahme der Bevölkerung an dieser neuen Option und wird diese Möglichkeit 2022 auch mit einem Gewinnspiel bewerben.

Biovergärungsanlage ist Meilenstein für RHE

Lorenz hebt auch noch einmal »einen Meilenstein in der Geschichte der RHE« hervor: Die offizielle Inbetriebnahme der hochmodernen Bioabfallvergärungsanlage im November. Dort wird zukünftig der komplette Bioabfall des Rhein-Hunsrück-Kreises zu Biogas, Ökostrom und gütegesicherten Biodünger umgewandelt, »womit aus der Biotonne eine echte Bio-Energie-Tonne wird«, sagt er.

Gekostet hat die Anlage knapp über 19 Millionen Euro und wurde vom Land Rheinland-Pfalz mit 1,5 Millionen bezuschusst. Insgesamt hat die RHE im letzten Jahrzehnt nunmehr über 30 Millionen in den Bereich der Kreislaufwirtschaft und des Klimaschutzes investiert.

Auch die regionale Strom-Marke »Rhein-Hunsrück Energie« hat sich mittlerweile etabliert. Über 500 Kunden werden aktuell mit erneuerbarem Strom versorgt. »Mit dem zusätzlich erzeugten Strom aus dem Biogas der Vergärungsanlage können weitere Kunden bedient werden«, sagt Lorenz.

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AOK zieht sich aus Cochem zurück

Cochem. Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber dem Cochemer WochenSpiegel. Ausschlaggebend für die Überlegungen waren demnach auch die Erfahrungen und Folgen der Corona-Pandemie. Jan Rößler: »Die Beratung am Standort Cochem endete am 16. März 2020 aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie. Aufgrund des geänderten, generellen Kundenverhaltens schon weit vor der Pandemie, eben in Richtung digitaler und telefonischer Kontaktkanäle, wird die Beratung in Cochem, als kleinerer Standort, nicht wieder aufgenommen.« Die Beratung der Mitglieder der AOK soll nun unter anderem durch Kundenberaterinnen und Kundenberater auch zu Hause im Rahmen des Außendienstes erfolgen. Alle Arbeitsplätze bleiben, nach Angaben von AOK-Pressesprecher Jan Rößler, in der Region erhalten. »Nach Beendigung der Beratungsstelle Cochem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im nächst erreichbaren Kundencenter (etwa Daun, Simmern, Mayen) weiterhin für unsere Versicherten aktiv.« Stadtbürgermeister Walter Schmitz bedauert auf Anfrage des WochenSpiegel den Weggang. »Jeder Arbeitsplatz, der in Cochem weggeht, tut uns weh. Wenn aber dann eine Institution wie eine Krankenkasse weggeht, die den Charakter einer Kreisstadt mitprägt, ist dies besonders schmerzlich.«  Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber…

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