Sondereinsatz in Büchenbeuren

Hunsrück/Nahe. ++Update++ Gegen Mittag konnte der Mann zur Aufgabe bewegt werden. Er legte das Messer nieder und ergab sich gemeinsam mit seiner Frau den Einsatzkräften vor Ort. Es wurde niemand verletzt. In den frühen Morgenstunden (gegen 4 Uhr) ergriff ein 29-jähriger Mann es im Rahmen einer Abschiebemaßnahme in Büchenbeuren ein Messer und bedrohte sich selbst mit dem Leben. Er drohte gleichzeitig gemeinsam mit seiner Frau aus dem Fenster im zweiten Stock des Hauses zu springen.

Was war passiert: Die Kreisverwaltung Birkenfeld hatte für die gestrige Nacht gemeinsam mit der PI Idar-Oberstein die Abschiebung einer jungen Familie (Mann, Frau und ein Kleinkind) mit der Staatsangehörigkeit der russische Föderation in der Stadt Idar-Oberstein selbst vorgesehen. Bei der Überprüfung der dortigen Adresse musste festgestellt werden, dass die Familie nicht anwesend war. Es ist aber bekannt geworden, dass es eine weitere Anlaufstelle in Büchenbeuren, Hauptstraße geben soll.

Aus diesem Grund wurde die PI Simmern mit der Aufsuche der Wohnung in Büchenbeuren beauftragt. Bei der ersten Kontaktaufnahme an der Wohnungstür konnte die Familie tatsächlich angetroffen werden, wobei sich beide Elternteile sehr destruktiv und unkooperativ verhielten.

Im weiteren Gesprächsverlauf ergriff der 29-jährige Mann ein Messer und bedrohte sich selbst mit dem Leben und gleichzeitig mit seiner Frau aus dem Fenster zu springen. Zur Deeskalation und Beruhigung der Lage zogen sich die Kräfte der Polizei Simmern zunächst aus der Wohnung zurück. Im weiteren Verlauf wurden dann polizeiliche Spezialkräfte angefordert, um jetzt gemeinsam mit dem Ehepaar eine gütliche Lösung für die Familie zu finden.

Die Verhandlungen dauern noch an. Im Vorfeld wurde auch vorsorglich die Feuerwehr mit einem Sprungtuch in Bereitschaft versetzt.

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