Deutliche 0:3-Niederlage für Karbach

Hunsrück/Nahe. „Das war eine verdiente Niederlage“, meinte Karbachs Trainer Torsten Schmidt gleich nach dem Abpfiff der Heimpartie gegen den TSV Schott Mainz. Etwas Frust schwang dabei mit, die Gründe für die 0:3-Heimpleite lagen aber nicht in der Überlegenheit der Gäste, sondern waren mehr bei den aktuellen Karbacher Problemen zu suchen.

Von Arno Boes.

Schon im Vorfeld standen die Ausfälle von Niklas Schneider, Johannes Göderz, Tobias Jakobs und Niklas Laux fest. Nach dem Aufwärmen musste Schmidt dann auch noch Enrico Köppen aus der Mannschaft nehmen, die schon in der Woche schmerzende Patellasehne des Torjägers machte seinen Einsatz unmöglich.

Und dennoch gingen die Hunsrücker mit Motivation und dem erkennbaren Willen ins Spiel, den starken Gästen aus der Landeshauptstadt das Feld nicht kampflos zu überlassen. Die traten auch nicht ganz so angriffsstark auf, wie man im Vorfeld vermutet hatte, womit sich zunächst die meisten Szenen des Spiels im Mittelfeld ergaben. Kleine Chancen gab es hüben wie drüben, mit zunehmender Spieldauer war aber zu sehen, dass die Mainzer besser agierten im Umschaltspiel zwischen Abwehr und Angriff. Da entwickelten sie mit ein, zwei öffnenden Pässen gefährliche Angriffe, überrumpelten damit die Karbacher Abwehr und hatten dann wenig Mühe, die beiden Angriffe in der 17. und 41. Minute erfolgreich abzuschließen. Mit 0:2 für den TSV ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang nahmen sich die Mainzer etwas zurück, warteten auf Konterchancen. Karbach kam so etwas öfter vor das TSV-Tor, aber im entscheidenden Augenblick waren die Gäste den Tick schneller in der Abwehr. Lars Oster, der schon in der ersten Halbzeit zwei gute Einschussmöglichkeiten auf dem Fuß hatte, versuchte weiterhin von der rechten Seite die Bälle in den Strafraum zu bringen, aber die Mainzer standen gut und selten kamen die übrige Karbacher zum entscheidenden Schuss Richtung Mainzer Gehäuse. Tim Hulsey, Julian Hohns und Dominik Kunz hatten noch die besten Gelegenheiten, ein Tor wollte aber nicht für die Hausherren fallen.

Mit dem 0:3 in der Nachspielzeit war dann alles entschieden, die Mainzer waren an dem Tag zwar nicht überragend, aber doch in den entscheidenden Szenen das bessere Team. Und deshalb war die Kurzanalyse von Torsten Schmidt auch durchaus zutreffend. Er wird nun über die Woche die schwierige Aufgabe haben, sein Team für das Spiel beim Wiederaufsteiger Arminia Ludwigshafen (Sonntag 11. August, 14.30 Uhr) wiederaufzurichten. Die Personaldecke ist dünn, über weitere Zugänge werden Trainerteam und Präsident Daniel Bernd sicher ebenfalls in den nächsten Tagen ernsthaft nachdenken müssen. Sollte das Verletzungspech den Karbacher anhaften bleiben, wird man so die Saison kaum erfolgreich bestreiten können. Nach zwei Spieltagen ist sicher noch keine Panik angesagt, aber die Probleme der letzten Saison scheinen sich derzeit doch weiter fortzusetzen.

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