FC Karbach steht im Halbfinale

Hunsrück/Nahe. Das war ein hartes Stück Arbeit für den FC Karbach im Viertelfinale des Rheinlandpokals. Es ging gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich über 120 Minuten und dann noch ins Elfmeterschießen. Am Ende belohnte sich die Truppe von Trainer Torsten Schmidt mit dem Einzug in das Halbfinale, ein Erfolg, den man nun zum zweiten Male in der Vereinsgeschichte feiern kann.

Von Arno Boes.

Entsprechend war der Jubel nach dem entscheidenden Strafstoß, den der für die letzten sieben Minuten eingewechselte Tobias Jakobs sicher verwandelte. Die ersten Minuten auf dem Platz der SG 2000 erlebten die rund 600 Zuschauer zunächst ein Abtasten der Teams. Karbach agierte erkennbar offensiv, die SG versuchte mit weiten Pässen den sich in der Karbacher Hälfte ergebenden Platz zu nutzen. Die ersten Chancen hatten die Hunsrücker Gäste, das erste Tor aber fiel in der 15. Minute für Mühlheim-Kärlich. Doch schon sieben Minuten später glich Enrico Köppen aus und in der 25. Minute gelang dem diesmal als Kapitän auflaufenden Selim Denguezli die 1:2-Führung für den Oberligisten. Die hielt aber nur bis zur 33. Minute, als der Rheinlandligist seinerseits zum 2:2 ausgleichen konnte. Damit ging es dann auch in die Pause.

Das Spiel lebte vor allem von der Spannung durch die Torfolge. Karbach machte weiterhin vorne Druck, wurde dafür in der 59. Minute durch den nächsten Führungstreffer zum 2:3 durch Tim Puttkammer belohnt. Was vorne bei den Hunsrückern gut lief, führte in der Abwehr doch zu größeren Lücken und Unsicherheiten. Die nutze die SG 2000 in der 74. Minute zunächst zum Ausgleich, dann drei Minuten später sogar zur erneuten 4:3-Führung.

Sollte das schon das Endergebnis sein? Karbach legte nochmal einen höheren Gang im Angriff ein und fünf Minuten vor dem Abpfiff war es erneut Enrico Köppen, der die Hunsrücker jubeln ließ. Mit dem 4:4 nach 90 Minuten ging es in die Verlängerung, in der aber nur wenig Spektakuläres passierte.

Das Elfmeterschießen musste also entscheiden, schon im Achtelfinale hatte sich da Mülheim-Kärlich gegen die TuS aus Koblenz durchgesetzt. Sollte diesmal ein weiterer Oberligist bei der SG scheitern? Im Karbacher Spielerkreis vorher kündigte Torwart Florian Bauer, der im Spiel bei der Beherrschung des Torraums die ein oder andere Unsicherheit gezeigt hatte, an, er werde mindestens einen Schuss halten. Und „Flocki“ sollte recht behalten. Die ersten vier Schüsse der Karbacher trafen das Ziel, den vierten Elfmeter der SG hielt Bauer durch ein schnelles Abtauchen in seine rechte Ecke sicher. Nun musste nur noch Tobias Jakobs, der erst wenige Minuten zuvor ins Spiel gekommen war, den fünften Elfmeter versenken, dann wäre Karbach im Halbfinale. Und Jakobs machte das souverän, auch er wählte die rechte Torwartecke, setzte den Ball knapp am Innenpfosten vorbei ins Netz. Sowohl er als auch Florian Bauer standen Sekunden später im Mittelpunkt des Jubels.

„Wir hätten das schon nach 90. Minuten erfolgreich beenden können, haben aber die SG zu ihrem dritten und vierten Tor geradezu eingeladen. Wir konnten aber immer noch eine Schippe drauflegen und waren insgesamt das aktiviere Team. Deshalb ist das Ergebnis sicher gerecht, es war ein typisches Pokalspiel mit Happy-End für uns“, so Torsten Schmidt.

Damit steht Karbach erstmals seit 2016 wieder im Halbfinale des Landespokals. Der Gegner steht bereits fest, am 17. oder 18. März 2020 kommt mit dem TuS Rot-Weiß Koblenz der Regionalligist auf den Quintinsberg. Die Oberliga macht nun eine Woche Pause, mit dem Heimspiel der Karbacher am 23.11 um 14.30 Uhr gegen den SV Gonsenheim startet sie bereits in die Rückrunde der Saison 2019/20.

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