Worms war zu stark für Karbach

Hunsrück/Nahe. Über die Woche war Trainer Torsten Schmidt angesichts des Heimsieges gegen Eisbachtal vorsichtig optimistisch, dass man vielleicht gegen die Wormatia in Worms etwas holen könnte. Als aber klar war, dass neben den vielen Ausfällen im Kader nun auch noch Philipp Frisch mit Fieber ausfallen würde und deshalb man auf den 39-jährigen Karbacher-B-Reservisten Stefan Richter für den Notfall als Kaderergänzung zurückgreifen musste, da waren die Chancen doch eher gering geworden.

Von Arno Boes.

 

Dennoch versteckten sich die Hunsrücker beim Regionalliga-Absteiger nicht, mussten aber die Startoffensive der Wormser zunächst überstehen und vor allem mit den personellen Änderungen auf den eigenen Spielpositionen klarkommen. In dieser Phase gelang den Gastgebern der Führungstreffer zum 1:0 in der zwölften Minute. Das beeindruckte den FC aber nicht nachhaltig, immer mehr gewann man Spielanteile, konnte aber mit seinen Angriffen das Wormser Tor nicht wirkungsvoll bedrängen. Und erneut musste man umstellen, denn Julian Hohns konnte in der 29. Minute nicht weiterspielen, da seine Muskelverletzung doch noch nicht genügend auskuriert war. Linus Peuter, auf eigenem Platz über die Woche noch Vorbereiter des Siegtreffers, rückte nach hinten, Tim Hulsey kam rein für die Offensive.

Mit dieser Formation konnte man bis weit in die zweite Halbzeit hinein das knappe Ergebnis halten. Dann aber setzten die Wormser in der 63. und der 68. Minute einen Doppelschlag und damit war das Spiel dann mit dem 3:0 entschieden. Torsten Schmidt sah bei einigen seiner Akteure im Vorfeld der Treffer doch sehr kritisch ein paar Defizite, die sicher das Training in der laufenden Woche prägen werden. „Da müssen einige doch noch eine Schüppe drauflegen, das war zeitweilig nicht von allen oberligatauglich“, bemängelte Schmidt deutlich die gesehenen Leistungen. Mit zweien seiner Spieler war der Trainer aber mehr als zufrieden: Janik Otto und Linus Peuter sind die Youngster im Team, mit ihrem engagierten und auch technisch gekonntem Auftreten aber schon jetzt sehr verlässliche Größen gerade in der personell engen Situation. Erstmals kamen Neuzugang Fabien Spreitzer und auch der Wiedergenesene Niklas Schneider nach dem zweiten Wormser Treffer für Karbach ins Spiel, sie konnten aber das Spiel auch nicht mehr drehen. Fast hätte der Sieg für die Wormser noch höher ausfallen können. Doch auch sie sind von Spielerausfällen betroffen, konnten so noch gute Chancen in den letzten Minuten der Partie nicht nutzen.

Für die Karbacher kommen nun drei Spiele gegen Mannschaften, die sich derzeit unter den Top-Fünf der Liga-Tabelle befinden. Die Hunsrücker stehen auf Platz 14. und damit noch gerade so vor der Abstiegszone. Ob das auch am Samstagabend nach dem sicher schweren Spiel gegen den SV Eintracht Trier (24. August, Anpfiff auf dem Quintinsberg ist um 15.30 Uhr) noch so ist, hängt auch u.a. von Mechtersheim und Pfeddersheim ab, die allerdings bei ihren Heimspielen auch auf schwere Gegner treffen. Für Karbach dürfte mitentscheidend sein, wer sich in den nächsten Tagen wieder nach Verletzungen und anderen Terminverpflichtungen einsatzbereit melden wird.

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