Ronja Hemb siegt beim Regional-Wettbewerb "Jugend forscht"

Hunsrück/Nahe. In einem ausschließlich online stattfindenden Wettbewerb konnte sich Ronja Hemp, Schülerin der Jahrgangsstufe 9 an der IGS Kastellaun, gegen ihre Mitstreiter durchsetzen. „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbe-werb. Der Wettbewerb ist in zwei Altersklassen unterteilt: „Schüler experimentieren“ bis einschließlich 14 Jahre und „Jugend forscht“ von 15 bis 21 Jahre.

Das Ziel ist, Jugendliche für die MINT-Fächer zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dieses Jahr konnte der Wettbewerb ausschließlich online stattfinden, was eine ganz neue Herausforderung für Schüler, Lehrer und das „Jugend forscht-Team“ darstellte. Wer mitmachen möchte, sucht sich selbst eine interessante Fragestellung für sein Forschungsprojekt.

Das hat auch Ronja getan! Ihr Projekt, betreut durch ihre Lehrerin Dr. Ilka Meyer, trägt den Titel: „Bakterien in unserem Umfeld“ und passt thematisch genau in diese schwierige, corona-bedingte Zeit, die von Hygiene und Desinfizieren geprägt ist. Ronja hat untersucht, wie effektiv Händewaschen und/oder -desinfizieren wirklich ist. Weiterhin ist sie den Fragen nachgegangen, wie wir die Übertragung von Bakterien über den Kontakt mit verschiedenen Oberflächen wie Türgriffe, Lichtschalter oder Treppengeländer verhindern können? Wie effektiv ist das Raumlüften wirklich? Ihre Erkenntnisse waren verblüffend und untermauern die vorgeschriebene Hygiene in Bezug auf die Verbreitung von Bakterien. Ronja hat sich intensiv in ein ihr bis dahin unbekanntes Thema eingearbeitet. Sie hat eigene Nährböden zur Kultivierung von Bakterien erstellt und steril und präzise Proben genommen und kultiviert. Das Ergebnis war verblüffend: Während Händewaschen und Lüften tatsächlich etwas bringt, zeigen allerdings die desinfizierten Oberflächen keinen wirksamen Schutz vor Bakterien.

Ronja überzeugte die Jury für Biologie durch ihre klar formulierte Fragestellung, ihre präzise Darstellung des Projektes und ein für ihr Alter ungemein umfangreiches Fachwissen. Ronja hat sich damit für den Landeswettbewerb qualifiziert.

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