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Bernkastel-Wittlich: Digitalstrategie setzt Impulse für zukunftsfähige Entwicklung

Bernkastel-Wittlich. Die Digitalstrategie für den Landkreis Bernkastel-Wittlich ist fertig.

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Präsentation der Digitalstrategie.

Präsentation der Digitalstrategie.

Foto: Kreisverwaltung

Nachdem der Landkreis Bernkastel-Wittlich zu Beginn des letzten Jahres den Prozess zur Entwicklung einer Digitalstrategie eingeleitet hat, wurde dieser nun erfolgreich abgeschlossen. Am 11. Dezember 2023 wurde die Strategie in der Sitzung des Kreistags verabschiedet und am 30. Januar 2024 in der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich öffentlich vorgestellt.

Die Digitalstrategie ist unter http://tinyurl.com/w383wd2f      abrufbar.

Nach einer Begrüßung durch Landrat Gregor Eibes beleuchteten verschiedene Fachbeiträge die Bedeutung und die Chancen der Digitalisierung für die Landkreise. Björn Gedicke vom Deutschen Landkreistag stellte das Modellvorhaben Smarte.Land.Regionen vor, an dem der Kreis Bernkastel-Wittlich als einer von sieben Landkreisen bundesweit teilnimmt und durch das die Digitalstrategie finanziert wurde. Es handelt sich dabei um eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung.

Von Mobilität bis Gesundheit

Franziska Stader von der IT-Prozessbegleitung Prognos beantwortete in ihrem Vortrag die Frage "Richtig organisiert? So stellen sich Deutschlands Kommunen für die digitale Transformation auf". Stader unterstützt den Landkreis bei der Umsetzung seiner digitalen Ziele im Modellvorhaben. Anschließend stellte Deborah Mertes, Projektleiterin Smarte.Land.Regionen, zusammenfasend die Digitalstrategie vor, welche die Bereiche Mobilität, Wirtschaft & Arbeit, Bildung & digitaler Kompetenzaufbau, Gesellschaft & Zusammenleben, Umwelt & Klimaschutz sowie Gesundheit umfasst.

Das übergeordnete Ziel der Strategie besteht darin, die Attraktivität des Landkreises sowohl für Unternehmen zu steigern, als auch den Kreis insbesondere für Einwohnerinnen und Einwohner dauerhaft zukunftsfähig aufzustellen und somit als Wohn- und Lebensstandort attraktiv zu halten. Im Anschluss daran gab es für die Teilnehmenden die Möglichkeit die digitalen Projekte der Digitalstrategie auf verschiedenen Schautafeln näher zu betrachten und zu priorisieren.

Digitaler Marktplatz zur Daseinsvorsorge auf dem Land

Auch das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering war durch Martin Kohl vor Ort vertreten. Er stellte die Buchungsplattform LandRäume und den digitalen Marktplatz vor, die ebenfalls im Rahmen des Forschungsprojekts Smarte.Land.Regionen erarbeitet wurden. Über die Internetseite LandRäume können die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten im Landkreis, beispielsweise Dorfgemeinschaftshäuser gebucht werden. Der digitale Marktplatz soll die Verbesserung der Daseinsvorsorge in ländlichen Regionen unterstützen. Die Besonderheit des Marktplatzes ist seine bundesweite Verfügbarkeit sowie die schnelle und einfache Suche nach und Vermittlung von qualitätsgesicherten und bedarfsgerechten digitalen Lösungen.

"Maker-Mobil" für experimentelles Lernen

Anschließend stellten Ben Uhl, Geschäftsführer des Zweckverbands Überbetriebliches Ausbildungszentrum (ÜAZ) und Pia Debald, Bereichsleitung Berufsorientierung und Berufsvorbereitung des ÜAZ das Projekt Maker-Mobil vor. Eine rollende Lernwerkstatt, die dazu beitragen soll, das bestehende Angebot des Makerspace Wittlich auch für den ländlichen Raum zugänglich zu machen. Das Maker-Mobil stellt als mobiler Kreativraum die Ausstattung für unterschiedliche Mitmach-Formate und experimentelles Lernen bereit und fährt dahin, wo es gebraucht wird. Ob 3-D-Druck, Lasercutter oder Roboterprogrammierung - im Maker-Mobil bekommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, moderne Technik unkompliziert kennenzulernen. Auch dieses Projekt wird mit Fördermitteln aus dem Modellvorhaben "Smarte.Land.Regionen" ermöglicht.

Abschluss als Auftakt

Landrat Gregor Eibes setzte den Schlusspunkt und verabschiedete sich mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten, insbesondere auch an die Firma bee smart city mit ihrem Partner Detecon International, die bei der Erstellung der Digitalstrategie mit ihrer Expertise maßgeblich unterstützt haben. Zudem betonte er die Wichtigkeit, die Abschlussveranstaltung nicht als Endpunkt zu betrachten, sondern vielmehr als den Auftakt zur Umsetzung der digitalen Projekte. Die Erstellung der Digitalstrategie ist ein Vorhaben des Landkreises Bernkastel-Wittlich, das im Zuge der Kreisentwicklung umgesetzt wird.

Die Kreisentwicklung ist ein Fachbereich der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich. Hier werden Querschnittsaufgaben bearbeitet und Projekte umgesetzt, die aktiv den aktuellen Herausforderungen wie dem demographischen, wirtschaftlichen, sozialen, digitalen und klimatischen Wandel begegnen. Ziel ist es, den Landkreis dauerhaft zukunftsfähig aufzustellen und damit als Wohn- und Lebensstandort attraktiv zu halten.

 


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