

Insgesamt waren 41 Gruppen für den Umzug angemeldet. Diese setzten sich aus 24 Wagen und 16 Fußgruppen zusammen und sorgten mit kreativen Kostümen, liebevoll gestalteten Motivwagen und guter Laune für ein abwechslungsreiches Bild. Die Aufstellung der Teilnehmer begann bereits um 12.00 Uhr, ehe sich der Zug pünktlich um 13.11 Uhr in Bewegung setzte.
Organisiert wurde der Karnevalsumzug auch in diesem Jahr von den Großstadthelden. Die Gruppe blickt auf eine inzwischen fast zwei Jahrzehnte währende Geschichte zurück. Wie Bürgermeisterin Claudia Becker erläuterte, feiern die Großstadthelden am 1. August ihr 20-jähriges Jubiläum. Entstanden ist die Gemeinschaft im Jahr 2006 aus einer ursprünglich lockeren Clique. Ihren Anfang nahm das närrische Engagement mit einer „Wild Wild West“-Party am Freitag nach Weiberdonnerstag, bevor sich die Gruppe zunehmend in die Planung und Durchführung des Karnevalsumzuges einbrachte. Heute engagieren sich hier vor allem junge Familien gemeinsam und prägen das karnevalistische Geschehen in der Stadt.
Zwar zeigte das Thermometer lediglich rund drei Grad an, doch die äußeren Bedingungen taten der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es blieb trocken, was von vielen Beteiligten als ideale Voraussetzung für einen gelungenen Start in die närrische Zeit bezeichnet wurde. Dick eingepackt, aber gut gelaunt säumten die Zuschauer die Straßen Manderscheids.
Auch wenn der „Dicke Donnerstag“ noch nicht erreicht war, ließ sich die Stadt davon keineswegs bremsen. In Manderscheid wird Karneval unabhängig vom Kalender gefeiert – und das mit großem Erfolg. Schätzungsweise waren weit mehr als 5000 Zuschauer vor Ort. Nahezu das gesamte Dorf sowie zahlreiche Besucher aus den umliegenden Ortschaften verfolgten das bunte Treiben.
Besonders für die jüngsten Besucher wurde der Umzug zu einem unvergesslichen Erlebnis. Süßigkeiten flogen durch die Luft, Musik hallte durch die Straßen, und immer wieder waren fröhliche „Helau“-Rufe zu hören. Der Karnevalsumzug brachte zahlreiche Kinderaugen zum Leuchten und zauberte vielen ein Lächeln ins Gesicht. Freudig winkend und lautstark feiernd begleiteten die Zuschauer die Gruppen auf ihrem Weg durch die Stadt.
Text/Fotos: Kevin Schössler


