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Digitalisierung ist eine Daueraufgabe

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Ein Begriff, der Chancen und Risiken birgt. Für Dr. Hubertus Porschen, Referent beim 16. Wirtschaftsforum im Kreis Cochem-Zell, ist die Digitalisierung kein Projekt, sondern eine Daueraufgabe. Viele Mittelständler scheuten sich ihre Komfortzone zu verlassen. Veränderungsbereitschaft sei allerdings die zentrale Voraussetzung für eine umfassende digitale Transformation des eigenen Unternehmens.
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Dr. Hubertus Porschen ist mit seinen 37 Lebensjahren Teil der jungen Generation. Als Unternehmer ist er nach Lesart des 20. Jahrhunderts in diesem Alter sogar schon eine Ausnahmeerscheinung. Das habe sich, so Dr. Hubertus Porschen, aber alles geändert. "Wir müssen uns jeden Tag ändern", lautet sein Credo. Die Produktzyklen würden immer kürzer. Wer erinnere sich schon daran, dass das Smartphone erst 2007 auf den Markt kam. "Plattformen wie ,Amazon' haben eine extreme Veränderungsbereitschaft", konstatierte der Digitalisierungsexperte. Es überlebe nur der, der sich an neue Bedürfnisse anpasse. Entscheidend sei, wer die Schnittstellen zu den Kunden habe. "Der hat die Macht", formulierte es Dr. Porschen etwas martialisch. Und dass Menschen, laut einer Studie, Mitte der 2020er Jahre in Jobs arbeiten, die es heute noch nicht gebe, verdeutliche zumindest diesen Trend. "Bildung wird durch Veränderung ersetzt und die wird meistens erst durch Schmerzen ausgelöst. Dass ist schlecht. Entwickeln Sie Leidenschaft für die Veränderung", sein Appell an die rund 250 Gäste des Empfangs der Wirtschaft.  Blogbeiträge von Dr. Hubertus Porschen: Digitalisierung ist kein Projekt: https://www.hubertusporschen.com/2019/08/28/digitalisierung-ist-kein-projekt Digitalisierung ist Veränderung: https://www.hubertusporschen.com/2019/08/10/digitalisierung-bedeutet-veraenderung/ Zuvor hatte Landrat Manfred Schnur im Rahmen eines Grußworts eine Bestandsaufnahme in punkto Wirtschaft im Landkreis Cochem-Zell gemacht. Die Ausgangslage sei - laut Studien von "Prognos" und "Focus Money" - im nationalen Vergleich gut. Sie zeigten aber auch Defizite auf. "Wir brauchen Gewerbeflächen, Gewerbeansiedlungen und Arbeitsplätze im produzierenden Bereich", stellte Schnur fest. Mit Blick auf die Kindertagesstätten, die Schulen, das sogenannte "e-Government", die Breitbandversorgung und die erneuerbaren Energien sei Cochem-Zell sehr gut aufgestellt. "Wir haben die Energiewende bereits vor Fukushima und Greta (Greta Thunberg; Anmerkung der Redaktion) eingeleitet", sagte Schnur nicht ohne Stolz. Mit einem Tourismus-Cluster, den Projekten "Smarter Weinberg" und "Smartes Wohnen im Alter" sowie dem Ausbau des 5G-Standards und des Mobilfunknetzes seien wichtige Weichen gestellt. Bereiche wie die ärztliche Versorgung und hier insbesondere die Krankenhausversorgung seien die "Sorgenkinder" der Zukunft. Fotos: Paulywww.wifo-cochem-zell.dewww.hubertusporschen.com


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