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Anpfiff für den Kunstrasenbau

Glehn. Der erste Spatenstich ist getan: Die SG Rotbachtal-Strempt baut in Glehn einen neuen Kleinfeld-Kunstrasenplatz. Ab September soll dort der Ball rollen. 100.000 Euro muss der Verein selbst aufbringen. Eine kreative Spendenaktion soll helfen, die Lücke zu schließen.
Freuen sich auf den neuen Kunstrasen in Glehn: Christof Marx von der Stadt Mechernich (v.l.), Tobias und Simon Esch vom Bauunternehmen Schneider, der zweite Vorsitzende Sandro Filipponi und der Geschäftsführer Markus Beul mit den Nachwuchskickern Michael (vorne v.l.), Paul und Leon aus der F-Jugend.

Freuen sich auf den neuen Kunstrasen in Glehn: Christof Marx von der Stadt Mechernich (v.l.), Tobias und Simon Esch vom Bauunternehmen Schneider, der zweite Vorsitzende Sandro Filipponi und der Geschäftsführer Markus Beul mit den Nachwuchskickern Michael (vorne v.l.), Paul und Leon aus der F-Jugend.

Bild: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Er ist voll fokussiert. Leon spielt mit seinen Freunden Michael und Paul im Vereinsheim der Glehner Waldrand-Arena Tischkicker. Doch da ist jetzt erstmal Halbzeit. Für die jungen F-Jugendkicker geht es jetzt auf den richtigen Platz, genauer gesagt auf die Baustelle für das neue Kleinspielfeld. Das entsteht neben dem Rasenplatz.

Auf der Baustelle warten bereits Tobias und Simon Esch vom Bauunternehmen Schneider. Im Hintergrund ein großer Erdhügel, Bagger und Baumaschinen. In rund sechs Monaten soll hier der neue Kleinfeld-Kunstrasenplatz feierlich eröffnet werden.

Der Platz soll nicht nur von den Mannschaften der SG Rotbachtal-Strempt genutzt werden. Jedes Kind und jeder Erwachsene ist herzlich eingeladen, den Ball rollen zu lassen. »Gerade ein Kunstrasenplatz mit Flutlicht schafft einen großen Reiz für Kinder und Jugendliche, mal wieder nach draußen zu gehen und sich auszutoben«, erzählt SG-Geschäftsführer Markus Beul.

Finanziert wird das Projekt durch ein Förderprogramm der Bezirksregierung Köln. »Wir wurden mit einer Wahnsinnssumme von 240.000 Euro bedacht. Das ist eine Förderung von 70 Prozent«, teilt Beul mit.

Rund 100.000 Euro muss der Verein beisteuern. Die Stadt unterstützt mit einem Darlehen, gleichzeitig wirbt die Spielgemeinschaft kreativ um Spenden.

Auf der Homepage des Projekts kann man spielend leicht spenden. Dort ist ein digitales Fußballfeld zu sehen, auf dem man eigene Flächen zu verschiedenen Preisen ergattern kann. Die grünen Flächen sind bereits gekauft; wenn man sie anklickt, sieht man den Namen des Spenders. Später werden alle Namen auf einer Tafel zu sehen sein. Bereits 10.200 Euro wurden so gesammelt.

»Ohne die Stadt Mechernich, Christof Marx und den ehemaligen Bürgermeister hätten wir das nicht geschafft. Ihnen gilt ein herzliches Dankeschön«, sagt der zweite Vorsitzende der SG Rotbachtal Sandro Filipponi.

Christof Marx, Grünflächeningenieur der Stadt Mechernich, lobt: »Mit euren vielen Eigenleistungen, wie zum Beispiel bei den Sitzmöbeln für die Tribüne, seid ihr definitiv vorbildlich unterwegs.«

Den neuen Platz möchte die Spielgemeinschaft für alle Kinder in den Ortsteilen öffnen. »Die Kinder können hier jederzeit Fußball spielen. Der Platz ist nicht nur für unsere Mannschaften, sondern für jedes fußballbegeisterte Kind rund um die Uhr geöffnet«, erläutert Filipponi. Darauf freuen sich auch Leon, Michael und Paul. Bei gutem Wetter werden sie dann wohl eher den Kunstrasen wählen statt den Kicker.

Die Spendenseite zum Projekt: http://sg-rotbachtal.projekt-kunstrasen.de